Rote Hand-Aktion im Deutschen Bundestag Gegen den Einsatz von Kindersoldaten
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Rote Hand-Aktion im Deutschen Bundestag

Gegen den Einsatz von Kindersoldaten

 

Zum fünften Mal seit 2012 findet am morgigen Mittwoch im Bundestag auf Einladung der Kinderkommission eine Rote-Hand-Aktion gegen den Einsatz von Kindern und Jugendlichen als Soldaten statt. Bundestagsabgeordnete aller Parteien sollen für die Beteiligung an der Roten-Hand-Aktion gewonnen werden: Schülerinnen und Schüler werden die rote Handabdrücke von den Parlamentariern sammeln und die Politiker über ihr Engagement für das Thema „Kindersoldaten“ interviewen. Die Vertreter der zu dem Thema arbeitenden Kinderrechts-Organisationen stellen dabei die Forderungen des Deutschen Bündnis Kindersoldaten und die Möglichkeiten des Engagements für Parlamentarier vor.

Was? Rote-Hand-Aktion einschließlich Grußwort Bundesministerin 
Manuela Schwesig 
Wann? Mittwoch, 15. Februar 2017, 13:00 Uhr 
Wer? Schülerinnen und Schüler des Berliner Andreas-Gymnasiums, Frank 
Mischo, Kindernothilfe 
Wo? Deutscher Bundestag, 10117 Berlin

Die Rote-Hand-Aktion ist eine Initiative der Zivilgesellschaft, die 2003 vom Deutschen Bündnis Kindersoldaten gestartet wurde und inzwischen weltweit in über 50 Ländern durchgeführt wird. Bei den bisherigen Aktionen im Bundestag haben hunderte Abgeordnete aller Parteien und zahlreiche Minister ihren roten Handabdruck abgegeben und damit die Forderungen der Aktion unterstützt.

In mindestens 20 Ländern der Erde werden rund 250.000 Kindersoldaten zum Kämpfen gezwungen oder als Spione, Lastenträger oder Sexsklaven missbraucht. In viele dieser Länder liefert Deutschland Kleinwaffen und entsprechende Munition. Dabei dürfen gar keine Waffen in Länder mit Kriegen und Menschenrechtsverletzungen wie dem Einsatz von Kindern als Soldaten geliefert werden. Außerdem sind nach einer Emnid-Umfrage von 2016 83 % aller Deutschen grundsätzlich gegen deutsche Waffenexporte.

Quelle:Berlin(ots)