Augsburg/Regensburg. Im Jahr 2018 feiert Bayern zweihundert Jahre Verfassung des Königreichs und einhundert Jahre Freistaat. Im Kontext der beiden Jubiläen wird in Regensburg am Donaumarkt das Museum der Bayerischen Geschichte eröffnen.
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Ein Museum der Zukunft für die Geschichte der Gegenwart

 

Augsburg/Regensburg. Im Jahr 2018 feiert Bayern zweihundert Jahre Verfassung des Königreichs und einhundert Jahre Freistaat. Im Kontext der beiden Jubiläen wird in Regensburg am Donaumarkt das Museum der Bayerischen Geschichte eröffnen.

Die Marke Bayern steht im Mittelpunkt der künftigen Ausstellung
Das Haus der Bayerischen Geschichte konzipiert eine einzigartige Ausstellung, die den Weg Bayerns zum modernen Staat nachzeichnet. Was macht die Marke Bayern aus? Wie ist der Freistaat zu dem geworden, was er heute ist? Die Ausstellung  wird sich inmitten der historisch bedeutsamen Stadt Regensburg in einem Museumsbau abspielen, der die vielseitige Regensburger Stadtsilhouette widerspiegelt und moderne technische Standards für ein „Museum der Zukunft“ bietet. Eine be-sondere Rolle nimmt die Bavariathek ein: Sie ist die Erweiterung des Museums im virtuellen Raum, die multimedial und innovativ Themen der bayerischen Ge-schichte erzählt und insbesondere Schulklassen die Möglichkeit bietet, eigene Produktionen – von klassischen Ausstellungen über Filme bis zu Apps – zu erstellen.

Geschichte weiß-blau – von 1800 bis heute
Die Zeitreise beginnt im Foyer:  Dort wird im Schauraum ein Gesamtüberblick über die Geschichte von den römischen Wurzeln bis 1800 erzählt, ausgehend von Monumenten der Stadt Regensburg. Dieses multimediale 3D-Panorama wird öffentlich zugänglich sein. In der Dauerausstellung selbst wird es um die jüngere Vergangenheit gehen: Sie spannt den Bogen vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Eine wichtige Rolle spielen die „großen Bilder“, die prägende historische Ereignisse und Phänomene an herausragenden Exponaten auf Bühnen inszenieren. Themen, die für den Charakter Bayerns als typisch gelten, werden in eigenen „Kulturkabinetten“ gezeigt. Klischees werden hier mit der Realität konfrontiert und diskutiert.

Insgesamt geht es um einen ganzheitlichen Ansatz der Geschichtspräsentation, die die großen Linien der Politik – auch im deutschen und europäischen Rahmen – neben wirtschaftlichen und kulturellen Erscheinungen beachtet und dabei die Menschen aus allen sozialen Gruppen in den Vordergrund stellt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich am Museum: seit 2012 konnten über 1.500 Erinne-rungsstücke gesammelt werden, die alle eine individuelle Geschichte ihrer Zeit erzählen. Diese Objekte werden in der Ausstellung oder medial aufbereitet in der Bavariathek Geschichte aus persönlichen Perspektiven erzählen.

Bavariathek: Online-Portal und virtuelle Werkbank
Die Bavariathek macht das Museum fit für die multimediale Zukunft. Die historischen Bestände werden digitalisiert, in ein Medienarchiv aufgenommen und über ein eigenes Online-Portal öffentlich zugänglich gemacht. Gepaart mit Anwendungen zu bestimmten Themen der bayerischen Geschichte wird die Bavariathek insbesondere Schülern und Studenten, aber auch allen historisch Interessierten, zu Recherche- und Dokumentationszwecken zur Verfügung stehen. Mit der Universität Regensburg und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden wurde 2016 eine Kooperation geschlossen, die zur modernen medialen Weiterentwicklung des Projekts beitragen wird.

Die Bavariathek ist nicht nur virtuell, sondern auch in Regensburg verortet: Neben dem Museum entstehen am Donaumarkt Medienräume mit technischer Ausstattung, die als Schulungszentrum dienen. Dort können Schulklassen ihr geschichtliches Wissen vertiefen und zugleich ihre Medienkompetenz  ausbauen. Im Mittelpunkt stehen der kritische Umgang mit Recherchetools, das Dokumentieren und Interpretieren historischer Quellen sowie das Erstellen eigener Medienerzeugnisse: Mit den Ergebnissen von Projektarbeiten können Schüler zum Beispiel virtuelle Ausstellungen produzieren oder eigene Apps, Filme, Podcasts oder Publikationen veröffentlichen.

Quelle:+ Foto: Refensburg Tourismus GmbH