rbb-exklusiv: Smudo: „Information kann uns retten!“

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Berlin (ots) – Der Rapper Smudo ist zuversichtlich, dass es gelingt die „fanatischen Ränder“ im Wahljahr „wieder klein zu bekommen“. Der Sänger der Band „Die fantastischen Vier“ sagte am Montag im rbb-Inforadio, es sei positiv, dass die Debatte „emotionalisiert“ wurde: „Momentan haben die Parteien mehr Zulauf als sonst. Viel mehr jüngere Leute sprechen jetzt irgendwie nicht darüber, was gerade ein hippes Album ist, sondern was politisch irgendwie am Bach ist. (…) Jetzt wird auf den Putz gehauen, jetzt geht’s ab. (…) Also man sieht, die Emotionen kommen auf den Tisch“.

In diesem Sinne sei festzustellen, dass der SPD-Kanzlerkandidat „Schulz als Gegenbewegung zu Merkel über die Emotionen und die klaren Worte“ kommt: „Das zeigt mir schon, dass da sich wirklich was bewegt und ich bin eigentlich guter Hoffnung, was die Bundestagswahl angeht. Mein ganz persönlicher Wunsch wäre: Ein bisschen mehr markiges wie von Schulz“.

Smudo betonte, die Verunsicherung, die allgemein herrsche habe ihren Grund vor allem in der „Informationsrevolution“: „Für viele Menschen ist das ein Unsicherheitsfaktor und (…) dann werden die Symptome gesucht wie zum Beispiel Flüchtlinge, die einem endlich mal einen Schuldigen liefern können und das ist der Mechanismus, der passiert. Ich glaube aber auch, dass Information uns retten kann, weil nämlich jeder auch ein Sender sein kann und wenn sich genug Leute gemeinsam zusammentun, eine gute Botschaft verbreiten, glaube ich schon, dass die ihren Absatz finden wird. Zum Beispiel diese Gegenbewegung von Fake News, dass auf großen Nachrichtenkanälen auch gesagt wird: Leute, das und das, daran kann man eine Fake-News erkennen und das ist das Problem dabei.“

Das Interview mit Smudo ist Teil unserer Serie „10 Ideen – Das braucht Deutschland“, die bis zum 10. März zu hören ist.

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