Dauerregen und Erdrutsche: Mehr als 50 Tote in Sri Lanka

Unwetter in Sri Lanka fordern fast 100 Tote

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Immer mehr Tote werden im Überschwemmungsgebiet von Sri Lanka gefunden, bisher seien 91 Opfer geborgen worden. Mehr als 100 Menschen wurden vermisst. Sri Lanka leidet im zweiten Jahr hintereinander an einer besonders starken Regenzeit.

Innenminister Vajira Abeywardena rechnet und warnte die Bewohner unterdessen, dass das Wetter über das Wochenende noch schlechter werden könnte. Er forderte deswegen alle Anwohner von gefährdeten Flüssen dazu auf, ihre Häuser zu verlassen.

Heftiger Regen hatte seit Donnerstag in mehreren Landesteilen Flüsse über die Ufer treten lassen und das Erdreich aufgeweicht. Lawinen aus rotem Schlamm gingen auf Dörfer und Straßen nieder.  In der Provinz Sabaragamuwa östlich von Colombo waren auch die Schulen geschlossen. Bewohner aus anderen gefährdeten Regionen wurden ebenfalls aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. „Wir haben Soldaten in die betroffenen Gebiete geschickt, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen“, sagte Offizier Roshan Seneviratne. Abeywardena sagte, Einsatzhelfer und die zuständigen Regierungsmitarbeiter hätten eine Urlaubssperre bekommen. Sie müssten sich bis zum Montag in Bereitschaft halten, sagte er. Boote der Marine und Helikopter der Luftwaffe waren im Einsatz, um gestrandete Flutopfer zu retten und ihnen Hilfe zu bringen. Laut Behördenangaben befanden sich am Freitag bereits mehr als 10.000 Menschen vor den schweren Unwettern auf der Flucht. Zusätzlich habe man die Anrainer aller überflutungsgefährdeten Flüsse dazu aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen, sagte Innenminister Vajira Abeywardena.

Monsune in Sri Lanka

In Sri Lanka beginnt im Mai üblicherweise der Südwest-Monsun, der Regen im Süden, Westen und Zentrum der Insel bringt. Im vergangenen Jahr starben bei ähnlichen Unwettern mindestens 127 Menschen. Viele Erdrutsche verschütteten damals ganze Dörfer. Mindestens 300.000 Menschen mussten vorübergehend aus ihren Behausungen fliehen.

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