#Schießerei in Unterföhring

Gegen Schützen von Unterföhring Haftbefehl beantragt

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München –Die Staatsanwaltschaft München hat gegen den Schützen vom Unterföhringer Bahnhof Haftbefehl wegen versuchten Mordes beantragt. Der 37-Jährige hatte am Morgen nach einer Schlägerei in einer S-Bahn einem Polizeibeamten die Waffe entwendet und damit dessen 26 Jahre alte Kollegin mit einem Kopfschuss lebensgefährlich verletzt. Ermittelt werde auch, weil der Mann den Polizeibeamten habe ins Gleisbett stoßen wollen. Ob der Täter zum Tatzeitpunkt betrunken war oder unter Drogen stand, müssten Untersuchungen noch klären.

Bangen um schwer verletzte Kollegin
Bangen um schwer verletzte Kollegin

15.00 Uhr: „Wir hoffen wirklich, dass unsere Kollegin durchkommt. Es sieht nicht gut aus. Sie ist sehr schwer verletzt“, sagte Polizeipräsident Andrä am Rande der Pressekonferenz.

Pressekonferenz der Polizei

14.42 Uhr: Sprecher Marcus da Gloria Martins beendet die Pressekonferenz.

14.38 Uhr: Die S-Bahnlinie 8 wird voraussichtlich noch bis zum späten Nachmittag nicht fahren. „Erst wenn die kriminalpolizeilichen Ermittlungen abgeschlossen sind, wird der S-Bahnhof Unterföhring wieder freigegeben“, sagt Andrä.

14.33 Uhr: „Der Täter hat eine Verletzung im Gesäßbereich und hat sich ohne Widerstand festnehmen lassen“, sagt Polizeipräsident Andrä.

14.30 Uhr: Bei den beiden Verletzten handelt es sich um zwei Männer, die nicht an der Auseinandersetzung beteiligt waren. Die beiden Männer seien offenbar am Gleis verletzt worden. Sie kamen nicht aus der S-Bahn, in der es zuvor zu dem Streit gekommen war, sondern aus einer entgegenkommenden Bahn.

14.25 Uhr: Der Polizeipräsident betont, dass die bayerische Polizei ihre Waffen im Einsatz immer geladen trägt. Die Waffe hat eine Handballensicherung. „Wer sich damit auskennt, kann die auch bedienen“, sagt Andrä. Ob der Täter damit vertraut war, sei noch nicht bekannt. Da er auch verletzt sei, könne der Täter derzeit noch nicht vernommen werden.

14.23 Uhr: Auch der Mann, der an der vorausgegangen Streiterei beteiligt war, werde vernommen.

14.20 Uhr: Der Täter ist der Polizei bekannt. Er war im Jahr 2014 mit einer geringen Menge Cannabis aufgefallen. „Das Verfahren wurde wegen Geringfügigkeit eingestellt“, sagte Florian Weinzierl von der Staatsanwaltschaft München.

14.19 Uhr: Da mehr als 200 Personen befragt werden müssen, gestalten sich die Ermittlungen als schwierig. Wann der S-Bahnhof wieder freigegeben werden kann, sei derzeit noch unklar, so der Polizeipräsident.

14.17 Uhr: Bei dem Täter handelt es sich um einen 37 Jahre alten Deutschen. Sein Wohnort ist den Ermittlern bislang nicht bekannt, sagt Andrä.

14.15 Uhr: Ausgangspunkt sei ein Streit zwischen zwei Männern gewesen. Daraufhin wurde eine Streife der Polizei in Ismaning und eine Streife der Bundespolizei zum S-Bahnhof geschickt. Aus dem Nichts sei es zu einem Gerangel gekommen. Dem Täter sei es dabei gelungen, die Waffe des Polizisten zu erlangen. Der Mann habe die Waffe leer geschossen und im Gleis zurückgelassen. Der Täter flüchtete, konnte aber wenig später festgenommen werden.

14.13 Uhr: „Es ist ein schwerer Tag. Unsere Gedanken sind bei der schwer verletzten Kollegin. Wir hoffen, bangen und beten für sie. Obwohl wir die Gefährlichkeit unseres Berufes kennen, macht uns diese Tag sprachlos und betroffen“, sagt der Münchner Polizeipräsident Hubertus Andrä.

13.50 Uhr: In wenigen Minuten gib die Polizei eine Pressekonferenz.

Polizistin schoss auf Täter von Unterföhring

11.27 Uhr: Die beim Einsatz am S-Bahnhof Unterföhring lebensgefährlich verletzte Polizistin hat auf den Täter geschossen. Das sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins. Unklar war, ob die 26-Jährige da schon getroffen worden war. Der 37-jährige Schütze konnte am Morgen zunächst verletzt flüchten. Streifen der Münchner Polizei und der Bundespolizei stellten ihn kurz darauf an einem Bürogebäude und nahmen den Mann fest.

S-Bahnhof voraussichtlich noch stundenlang gesperrt

11.16 Uhr: Der S-Bahnhof Unterföhring soll noch fünf Stunden lang gesperrt bleiben. Im Nahverkehr wurde teilweise bereits ein provisorischer Schienenersatzverkehr eingerichtet. Weitere Informationen finden Fahrgäste auf der Website der S-Bahn München.

Polizei: Täter von Unterföhring ist 37-jähriger Deutscher

10.44 Uhr: Der Täter vom S-Bahnhof in Unterföhring ist nach Polizeiangaben ein 37 Jahre alter Deutscher. Der Mann stamme aus dem Raum München, sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins. Er habe jedoch keinen festen Wohnsitz. Über etwaige Vorstrafen oder eine kriminelle Vergangenheit war zunächst ebenso wenig bekannt wie über die Hintergründe der Tat oder ein mögliches Motiv. Die lebensgefährlich verletzte Beamtin ist 26 Jahre alt.

Polizei: Täter konnte Beamten die Waffe entreißen

10.43 Uhr: Bei dem Schuss auf eine Polizistin am S-Bahnhof in Unterföhring hat der Täter wohl die Waffe eines Kollegen der Frau benutzt. Eine Streife sei am Dienstagmorgen wegen eines Streits zum Bahnhof gerufen worden, sagte Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins. Einer der Streithähne versuchte demnach, den Polizisten ins Gleisbett zu schubsen. Das konnte der Beamte zwar verhindern, jedoch gelangte der Täter nach ersten Erkenntnissen dabei an die Waffe des Mannes – und schoss damit dessen Kollegin in den Kopf.

Polizeieinsatz beendet

10.21 Uhr: Der Polizeieinsatz sei inzwischen beendet, so ein Sprecher der Behörde. Spezialeinsatzkommandos und Hubschrauber waren im Einsatz, die Beamten sperrten den S-Bahnhof ab.