Ninja Warrior Germany

Finale von ‪‪Ninja Warrior Germany

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Die stärkste Show Deutschlands‬, ‪

Ninja Warrior‬

wer hat die Action-Sendung gewonnen?

Berlin- Jan Köppen ist heiser, Frank Buschmann platzt bald die Halsschlagader und Laura Wontorra weiß nicht mehr wo vorne und hinten ist. Beim großen „Ninja Warrior Germany“-Finale stoßen nicht nur die Finalisten an ihre Grenzen.

Sie heißen “Affenschaukel”, “Wackelbrücke”, “Wandheber” und “Seilpropeller”: Die Rede ist von aus Kunststoff und Metall gefertigten Parcours-Hindernissen, vor denen selbst die stärksten Kerle Deutschlands einen Knicks machen.

Die meisten der diesjährigen “Ninja Warrior Germany”-Finalisten müssen am Ende sogar noch tiefer in die Hocke; nämlich dann, wenn sie wie begossene Pudel aus dem Auffang-Schwimmbecken steigen und sich auf allen Vieren krabbelnd wieder aus der Halle verabschieden.

Natürlich werden sie dabei auf einer Applaus-Welle getragen, die in puncto Lautstärke kaum noch zu toppen ist. Aber kaufen können sich die gescheiterten Möchtegern-Ninjas davon natürlich nichts. Und es sind so einige, die sich weit mehr erhofft hatten als nur den Erhalt einer imaginären “Dabei-sein-ist-alles-Medaille”.

“Warrior” stoßen schon beim ersten Parcour an ihre Grenzen

13.000 vermeintliche Kletter-Experten haben sich für die diesjährige “Ninja Warrior Germany”-Staffel beworben. 365 Kandidaten schafften es in die Ausscheidungsshows. Für das große Finale wurde dann noch einmal kräftig aussortiert. Schlussendlich blieben nur noch 28 “Warrior” übrig. Und denen werden bereits während des ersten Parcours des Abends die Grenzen aufgezeigt.

Selbst hochgelobte Favoriten wie “Captain America” Garry Hines, “Wolf Pack”-Leader Sladjan Djulabic und Vorjahres-“Last Man Standing” Oliver Edelmann müssen bereits während der ersten Parcours-Runde aus dem Wasser gefischt werden. Frank “Buschi” Buschmann und Mikro-Kollege Jan Köppen blicken sich nach jedem weiteren Planscher immer sorgenvoller in die Augen: “Ja, will denn hier heute keiner den Buzzer drücken?”, brüllt Buschi durch die Halle. Scheinbar nicht.

Als man es auf dem Moderatoren-Podest schon fast aufgegeben hat, kraxelt doch noch einer die Laufsteg-Halfpipe hoch. Sein Name: Michael Rindisbacher. Der bullige Automechaniker aus der Schweiz ist der Erste, der sich für die zweite Final-Runde qualifiziert. Es folgen noch: Zirkusakrobat René Kaselowsky, Sportkletterer Moritz Hans, Pferdeliebhaber Victor Brüsewitz und Hobby-Bassist Benjamin Grams.

Austrainiert bis in die Haarspitzen

Letzterer macht von allen verbliebenen Kletteraffen den besten Eindruck. Austrainiert bis in die Haarspitzen und schnell wie ein Wüstenfuchs hüpft, springt und kraxelt sich das Mitglied des Show- und Tanzteams “Ashigaru” durch den finalen Parcours. Kurz vor der “Kletterwand”, dem letzten Hindernis vor dem sagenumwobenen “Mount Midoriyama”, ist dann aber Schluss mit lustig. Benjamin haut’s aus der Bahn, genauso wie Victor und Michael.

Bleiben nur noch Zirkus-Coolio René und Sympathikus Moritz übrig. Doch auch den letzten beiden “Kriegern” wird kurz vor der Besteigung des mit 200.000 Euro lockenden Format-Gipfels schwarz vor Augen. Moritz schafft es an der Kletterwand aber zumindest einen halben Meter weiter als sein Konkurrent aus der Manege. Und so darf sich der 21-jährige Jungspund am Ende wenigstens die “Last Man Standing”-Medaille um den Hals hängen.

Ja, ja, hätten am Ende doch nur die Kräfte gereicht. “Tja, hätte, hätte – Fahrradkette!”, bellt Buschi. “Ob da irgendwann nochmal einer hochkommt?”, fragt Jan Köppen. Laura Wontorra zuckt nur mit den Schultern. Moritz und die anderen Finalisten sind sich jedoch sicher: Nächste Jahr ist er endlich dran, der “Mount Midoriyama”. Bis dahin heißt es allerdings: Trainieren, trainieren, trainieren! Wir wünschen viel Spaß dabei und sehen uns dann nächstes Jahr hoffentlich alle wieder.

Zitat/Quelle: n-tv.de, Foto:Moritz Hans aus Stuttgart (zweiter von links) wird „Last Man Standing“ der zweiten Staffel von „Ninja Warrior Germany“. Foto: MG RTL D / Stefan Gregorowius