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Panik in Las Vegas

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Mindestens 58 Tote, mehr als 500 Verletzte durch Schüsse in Las Vegas

Las Vegas- Im touristischen Zentrum von Las Vegas sind mindestens 20 Menschen durch Schüsse getötet worden, mehr als 100 wurden verletzt. Der Angriff richtete sich gegen Besucher eines Country-Festivals vor dem Mandalay-Bay-Hotel am südlichen Ende des berühmten Las Vegas Strip.

 

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Polizisten vor der Konzertbühne, im Hintergrund der Mandaley-Hotelkomplex

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Schütze allein handelte. “Wir glauben, dass es ein Einzeltäter ist. Ein einsamer Wolf”, sagte der Sheriff von Clark County. Demnach lebte der Mann seit längerer Zeit in der Stadt. Von einem extremistischen Hintergrund gehe die Polizei bislang nicht aus, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Der mutmaßliche Täter habe nach ersten Erkenntnissen keine Verbindungen zu militanten Gruppen gehabt.

Der Mann feuerte die Schüsse aus dem 32. Stock des Mandalay Bay auf die Konzertbesucher ab. Die Polizei sprengte die Tür zum Hotelzimmer des mutmaßlichen Schützen auf und überwältigte ihn. Der Mann ist den Angaben zufolge tot. Derzeit werde nach einer Frau gefahndet, die mit dem Verdächtigen gereist sein soll. Außerdem werden zwei Autos gesucht, die auf ihn zugelassen waren.

Unter den Toten sind zwei Polizisten, die sich nicht im Dienst befunden haben. Zwei Beamte in Uniform seien zudem verletzt worden, einer davon befinde sich in einem kritischen Zustand, erklärte die Polizei. Das Auswärtige Amt konnte am Montagvormittag noch keine Auskunft darüber geben, ob unter den Opfern auch deutsche Staatsbürger sind. “Unsere Kolleginnen und Kollegen der Botschaft Washington sind in engem Kontakt mit den US-Behörden und versuchen, Informationen zu sichern”, hieß es.

Dutzende Streifenwagen säumten nach der Tat den berühmten Las Vegas Strip. Polizisten gingen hinter ihren Fahrzeugen in Deckung oder rannten in das Mandalay-Bay-Hotel. Die Polizei rief die Menschen dazu auf, die Gegend rund um die Casino-Meile und den Flughafen zu meiden. Mehrere Straßen seien abgesperrt worden, teilte die Behörde via Twitter mit. Auch einige Flüge wurden umgeleitet.

30.000 Konzertbesucher 

Vor dem Gebäude hatten sich etwa 30.000 Besucher zu dem “Route 91 Harvest” Musikfestival versammelt, als plötzlich Salven von Schüssen erfolgten. Country-Sänger Jason Aldean unterbrach sofort seine Vorstellung. Er und seine Band flüchteten von der Bühne und blieben unversehrt, wie Aldean selbst wenige Stunden nach dem Blutbad mitteilte. Es schmerze ihn zutiefst, fuhr der Sänger fort, dass dies Menschen zugestoßen sei, “die gekommen sind, um Freude zu haben”. Es hätte, so Aldean, “eine Nacht mit Spaß sein sollen”. Aldeans Auftritt war der Höhepunkt eines überaus populären dreitägigen Country-Music-Festivals.

Augenzeugen berichteten, sie hätten hunderte Schüsse gehört und über Leichen steigen müssen. Zahlreiche Menschen hätten blutüberströmt auf dem Boden gelegen.

Die Lage ist immer noch unübersichtlich. Die Polizei rief die Bevölkerung auf, die Gegend zu meiden.

Der bekannte Strip, die Hauptstraße, an der viele große Casinos liegen, wurde abgeriegelt. Der Flughafen der größten Stadt des Bundesstaates Nevada unterbrach seinen Betrieb. Die Polizei bat Zeugen, Fotos und Videos für die weiteren Ermittlungen zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig forderte sie die Menschen in Las Vegas via Twitter auf, keine Livestreams von dem laufenden Polizeieinsatz ins Internet zu stellen. Dies könnte die Einsatzkräfte in Gefahr bringen.

Quelle: se/fab (ap, cnn, rtr, afp, dpa,afis,feko)

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