Nachrichten, Panorama, Katastrophen und Unglücke, Naturkatastrophen, Gewitter, Schwarzwald, Deutschland, Überschwemmungen, Wetter (Hessen)

Orkan und Überflutung drohen

Veröffentlicht von

In diesen Regionen kann es gefährlich werden

Umstürzende Bäume, herabfallende Dachziegel: Am Mittwoch zieht das Tief „Burglind“ durch Deutschland. Meteorologen sind besorgt.

Vor allem der Mitte und dem Süden Deutschlands steht ein stürmischer Mittwoch bevor. Nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdiensts (DWD) sind bis in die Niederungen durch das Tief „Burglind“ Orkanböen mit mehr als 120 Stundenkilometern möglich.

Bei solchen Windgeschwindigkeiten müsse mit umstürzenden Bäumen und herabfallenden Dachziegeln gerechnet werden, sagte Meteorologe Christoph Hartmann am Dienstag. Örtlich könne deshalb im Westen der Berufsverkehr zum Erliegen kommen.

Die Wetterfront, die auch Schauer und Gewitter im Gepäck hat, überquert laut Vorhersage gegen drei Uhr in der Nacht zum Mittwoch die deutsche Grenze im Westen. Gegen Mittag erreicht sie die Alpen. Dann drohen im Fall von Gewittern dem Norden orkanartige Böen. Die Temperaturen liegen zwischen fünf Grad im Osten und 14 Grad am Oberrhein.

Das sind die Vorhersagen für die Regionen

Ab Mittwochfrüh muss dem DWD zufolge in Rheinland-Pfalz und dem Saarland mit Windböen in Sturm- bis Orkanstärke gerechnet werden. Auch Gewitter sind demnach möglich. Auch in Bayern warnt der DWD vor Sturmböen und vereinzelten Orkanböen. Zunächst soll es in der Nacht in den Hochlagen der Alpen, am frühen Mittwochmorgen dann auch in den westlichen Teilen Bayerns stürmisch werden. In Baden-Württemberg gilt das am Mittwoch voraussichtlich landesweit. Vor allem im Bergland werden unwetterartige Orkanböen erwartet, im Schwarzwald mit bis zu Tempo 140.

Auch in Hessen ist teilweise mit Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten um die 120 Stundenkilometer zu rechnen. Hinzu kommt zeitweise kräftiger Regen. Bis Mittwochnachmittag sind in der Rhön und im Spessart bis zu 30 Liter pro Quadratmeter Niederschlag möglich. In Nordrhein-Westfalen kann der Wind ebenfalls Orkanstärke erreichen. Insbesondere im Südwesten des Landes könnten den Prognosen zufolge Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern erreicht werden.

In Thüringen sind am Mittwoch in der ersten Tageshälfte schwere Sturmböen möglich. Nach Einschätzung des DWD kann es Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Kilometern pro Stunde geben. In Sachsen-Anhalt und Sachsen sind vor allem auf dem 1141 Meter hohen Brocken im Harz sind von Dienstagabend bis Donnerstagmorgen Orkanböen um die 130 km/h zu erwarten.

Orkanartige Böen gibt es am Mittwoch auch in Norddeutschland. Dafür sind laut DWD an der Küste starke Luftdruckgegensätze zwischen einem schweren Sturmtief über dem Atlantik und einem Azorenhochkeil bei Irland die Ursache. Während das Tief schnell zur Ostsee abzieht, sollen Orkanböen und Gewitterschauer an der Nordseeküste und in anderen Teilen Niedersachsens folgen. Im Binnenland ist bis auf die Höhenlagen im Harz mit geringeren Windstärken aus Südwest zu rechnen.

Ab Donnerstag steht Dauerregen bevor

Ruhiger wird es dem DWD zufolge erst wieder in der Nacht zum Donnerstag. Ab Donnerstag zieht kräftiger Dauerregen ins Land, der örtlich Bäche zum Überlaufen bringen kann. Im Schwarzwald und in den Alpen könnten bis Freitagmittag 100 Liter Wasser pro Quadratmeter fallen, sagte der DWD voraus.

Meteorologe Christoph Hartmann sprach von einem klassischen Übergangswetter. Echtes Winterwetter mit Dauerfrost und Schnee bis in die Niederungen sei derzeit nicht in Sicht.

Quelle: dpa, Foto: Eine Gewitterzelle über Brandenburg: Ab Mittwoch erwarten Experten heftige Stürme gefolgt von Starkregen. (Quelle: Patrick Pleul/dpa)