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Prozess um E-Mail-Spionage für Lobbyisten im Bundesgesundheitsministerium

Berlin- Das Landgericht Berlin verhandelt ab Donnerstag (09.00 Uhr) den Fall eines mutmaßlichen Datendiebstahls im Bundesgesundheitsministerium im Auftrag eines Pharmalobbyisten. Der Angeklagte Thomas B. soll dem Mitangeklagten Christoph H. rund 27.000 Euro für das Ausspähen von E-Mail-Konten gezahlt haben. In 40 Fällen soll H. seine Stellung als Systemadministrator ausgenutzt haben, um den Schriftverkehr von Fachreferenten auszulesen. Der Lobbyist soll auf einen Wissensvorsprung über geplante Gesetze aus gewesen sein.

H. muss sich zudem für einen Einbruch in ein Mehrfamilienhaus vor 13 Jahren verantworten, bei dem er 52.000 Euro gestohlen haben soll. Ferner wird ihm der Besitz kinderpornografischer Bilder und Videos vorgeworfen.

Quelle: AFP, Foto: Justitia (Quelle: dpa/AFP/Archiv / Volker Hartmann)

Ein Kommentar

  1. 04.01.2018 um 10:00 Uhr

    Pharmalobbyist und Mitarbeiter nach Datenklau im Gesundheitsministerium angeklagt

    Berlin- vor dem Landgericht Berlin hat am Donnerstag der Prozess um einen mutmaßlichen Datendiebstahl im Bundesgesundheitsministerium begonnen. Angeklagt sind ein früherer Systemadministrator des Ministeriums, Christoph H., sowie der ehemalige Pharmalobbyist Thomas Bellartz. Bellartz soll während seiner Anstellung als Kommunikationschef der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände den Mitangeklagten H. für das Ausspähen von E-Mails bezahlt haben.

    In den Jahren 20099 bis 2012 soll H. im Auftrag von Bellartz in 40 Fällen den Schriftverkehr von Fachreferenten des Ministeriums ausgespäht haben. Bellartz soll dem Systemadministrator für die auf CD gebrannten Datensätze insgesamt rund 27.000 Euro gezahlt haben. Der Lobbyist soll auf einen Wissensvorsprung über geplante Gesetze aus gewesen sein.

    H. muss sich zudem für einen Einbruch in ein Mehrfamilienhaus vor 13 Jahren verantworten, bei dem er 52.000 Euro gestohlen haben soll. Ferner wird ihm der Besitz kinderpornografischer Bilder und Videos vorgeworfen. Für den Prozess sind bis Ende April 16 weitere Verhandlungstermine angesetzt.

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