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Augsburger Denkmäler

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CSU will Abriss von Olympia-Kanuanlage diskutieren

Augsburg- Die vor 46 Jahren eröffnete und weltweit erste olympische Kanuslalomanlage soll in den kommenden Jahren für mehr als 18 Millionen Euro saniert werden. In einer von der Stadt Augsburg in Auftrag gegebenen Machbarkeitsstudie heißt es, dass die historische Sportanlage teilweise in einem „desolaten Zustand“ sei. Nun hofft die Stadt Augsburg auf eine großzügige Förderung von Freistaat und Bund. Denn auf der modernisierten Kanuanlage soll im Jahr 2022 – genau 50 Jahre nach den Olympischen Spielen – die Weltmeisterschaft ausgetragen werden.

Die Augsburger Strecke war bei den Münchner Spielen von 1972 Austragungsort für die damals erstmals im Rahmen der Spiele ausgetragenen Kanuslalom-Wettkämpfe. Mitten in die Planung der Generalsanierung hat die Augsburger CSU-Fraktion nun beantragt, auch einen Abriss der historischen Sportanlage und sodann einen Neubau zu prüfen. Augsburgs Sportreferent Dirk Wurm (SPD) sagt dazu, dass seine Behörde bislang davon ausgegangen sei, dass die Gebäude rund um die Wettkampfstrecke zu erhalten seien.

Dies ist auch damit begründet, dass die Strecke erst vor wenigen Monaten samt der Nebengebäude unter Denkmalschutz gestellt wurde. Außerdem hat die Stadt Augsburg die Olympiastrecke in die Bewerbung als Welterbe aufgenommen. Die Unesco soll 2019 entscheiden, ob das bis zu den Römern zurückreichende Augsburger Wasserwirtschaftssystem auf die exklusive Welterbeliste gesetzt wird. „Sollte die Unesco diesem Antrag entsprechen, wären Teile der Olympiaanlagen in Augsburg bereits Weltkulturerbe“, betont Dorothee Ott, die Sprecherin des Landesamtes für Denkmalpflege in München.

Quelle: dpa, Foto: Kanuten trainieren auf der Olympia-Kanuanlage in Augsburg. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv (Quelle: dpa)