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Die Zukunft des Fernsehens

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Führende Köpfe der TV-Branche auf der MCB18

Berlin / Potsdam- Der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) steht unter Beschuss: drastische Einsparungen in Großbritannien und Dänemark, die Frage nach der Glaubwürdigkeit in Ländern mit eingeschränkter Pressefreiheit und zunehmender Konkurrenzdruck durch digitale Plattformen und Apps. In der Schweiz wird am 4. März 2018 sogar über die Abschaffung der Rundfunk- und Fernsehgebühren und somit über die dortige Zukunft des öffentlich-rechtlichen Radios und Fernsehens abgestimmt. Auf der MEDIA CONVENTION Berlin stellen sich vom 2. – 4. Mai 2018 führende Protagonisten der TV-Branche diesen Fragen und erörtern Perspektiven des Fernsehens der Zukunft. Die Spannbreite der Themen reicht von der Diskussion über öffentlich-rechtliche Strukturen bis hin zu neuen Plattformen und innovativen Formaten. Mit dabei sind hochkarätige Entscheider und Programmmacher aus der Fernsehszene wie ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut, der stellvertretende Vorsitzende von ProSiebenSat.1 Conrad Albert und Ladina Heimgartner, Vizechefin des größten Schweizer Medienhauses SRG.

„Youtube, Amazon, Netflix, Facebook und Co. – Die internationalen Plattformen sind eine Herausforderung für Politik, Medien und Gesellschaft. Welche Rolle spielen die öffentlich-rechtlichen Anbieter in der digitalen Zukunft? Ich freue mich auf spannende Diskussionen bei der MEDIA CONVENTION 2018“, sagt ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut. Auf der MCB18 spricht er über Journalismus in der digitalen Gesellschaft und seine Bedeutung für die Demokratie und diskutiert mit der Community darüber, ob wir öffentlich-rechtliche Sender noch brauchen.

Im Panel „Kritik und Reformen überall: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk muss sich neu erfinden“ spricht SRG-Chefin Heimgartner über das öffentlich-rechtliche System mit veralteten Strukturen, hohen Kosten und einer Krise der Glaubwürdigkeit auf der einen, Vielfaltssicherung, Qualitätsjournalismus und Public Value auf der anderen Seite.

Conrad Albert, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von ProSiebenSat.1, hatte sich für einen Anteil an den Gebühren des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für die Privatsender und somit für einen Systemwechsel ausgesprochen. Auf der MCB18 erläutert er seine Beweggründe und spricht über die Frage, wie er die Zukunft des dualen Rundfunksystems in Deutschland sieht.

Über „24/7 Entertainment auf Apps und Social Media: Die Zukunft der TV-Show?“ diskutieren Inga Leschek, Geschäftsführerin der Produktionsfirma Norddeich TV („Ninja Turtles“) und Isabell Buchner, Strategieberaterin bei ComingNext.TV. Nachdem Netflix Showformate wie „Ultimate Beatsmaster“ ins Angebot aufgenommen hat, steigen nun auch musical.ly., Snapchat und Gameshow-Apps in den Markt ein. „Sind Apps die neuen Blockbusterformate? Oder wird das nächste ´Wer wird Millionär?´ weltweit auf dem Smartphone gespielt?“ sind Fragen, auf die in diesem Panel Antworten gesucht werden.

In seiner Rubrik „What’s Up TV? Television from Abroad“ stellt Marcel Amruschkewitz, Leiter der Creative Unit bei VOX, nun bereits im dritten Jahr der MCB erfolgreiche, bahnbrechende TV-Formate aus dem Ausland vor und analysiert, inwieweit diese Trends für den deutschen Markt relevant und adaptierbar sind.

Über die MEDIA CONVENTION (MCB)
Die MEDIA CONVENTION Berlin ist einer der wegweisenden Medienkongresse in Europa. Sie wird vom Medienboard Berlin-Brandenburg (MBB) und der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg veranstaltet und findet in diesem Jahr zum fünften Mal in Kooperation mit der re:publica in der STATION Berlin statt. Vom 2. bis 4. Mai 2018 geht es auf den #MCB18-Bühnen um aktuelle Fragen der Medien- und Netzpolitik, Markttrends und Entwicklungen der digitalen Mediengesellschaft. MCB und re:publica erwarten wieder rund 9.000 Besucher aus mehr als 70 Ländern.

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Quelle: Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH, Foto: V.l.n.r.: Dr. Thomas Bellut (Copyright ZDF/Markus Hintzen), Ladina Heimgartner, Conrad Albert (Copyright ProSiebenSat.1)