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Europäische Kommission:

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Some voices cannot be heard. Yours can

Brüssel, Belgien – Jedes Jahr erfahren nahezu 13 Millionen Frauen in der EU Gewalt[1], doch nur 12% der Zeugen oder Beobachter melden vermuteten Missbrauch der Polizei und nur 7% wenden sich an gesundheitliche Einrichtungen[2].

Vera Jourová, Europäische Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Verbraucherschutz, betont die Notwendigkeit, dass ein jeder sich gegen Gewalt gegen Frauen ausspricht: „Gewalt gegen Frauen ist allgegenwärtig – Frauen und Mädchen werden in den eignen vier Wänden missbraucht, sexuell und wirtschaftlich ausgebeutet, angegriffen, belästigt, vergewaltigt, verstümmelt und zwangsverheiratet. Wir können die enormen Auswirkungen, die diese Gewalt auf Frauen, Familien, Gemeinschaften, Gesellschaften und die Wirtschaft hat, nicht ignorieren – wir müssen dafür eintreten, dass Gewalt gegen Frauen bald der Vergangenheit angehört und unsere Stimmen erheben.“

Um Menschen zu ermutigen sich gegen die Gewalt gegen Frauen zu äußern, veröffentlicht die Europäische Kommission heute, aus Anlass des Internationalen Frauentags am 08. März, ein Video. Um mehr Bewusstsein für alltägliche Gewalt gegen Frauen bei denen, die sie übersehen, als harmlos oder normal empfinden, zu schaffen, konfrontiert das Video den Zuschauer mit der Perspektive derjenigen, die im Gegensatz zum Zuschauer wirklich nicht eingreifen können, um Gewalt gegen Frauen zu stoppen. Alltagsgegenstände, erhalten in dem Video eine Stimme und erzählen uns, wie schmerzhaft und beängstigend Erfahrungen mit Gewalt tatsächlich sind:

 

 

Das Video ist Teil der Non.No.Nein Kampagne, die Ende 2016 von der Europäischen Kommission mit dem Ziel ins Leben gerufen wurde, mehr Bewusstsein für die Allgegenwärtigkeit von Gewalt gegen Frauen zu schaffen, den Erfahrungsaustausch bei der Arbeit gegen Frauengewalt zu fördern und einen grenzübergreifenden Austausch von Interessenvertretern zu gewährleisten.

Die Europäische Kommission hat es sich als Ziel gesetzt der Gewalt gegen Frauen ein Ende zu setzen – allein im Jahr 2017 hat sie 12 verschiedenen nationalen Behörden und 32 Organisationen EUR15 Millionen für Projekte mit dem Ziel, Gewalt gegen Frauen zu verhindern und zu bekämpfen, zur Verfügung gestellt. Die Europäische Kommission unterstützt zudem international Projekte in Entwicklungsländern und in humanitären Krisengebieten, die sich dafür einsetzen, die Rechte von Frauen die geschlechtsbezogene Gewalt, einschließlich sexueller Gewalt, erfahren haben, zu schützen und zu fördern. Im Jahr 2016 hat die EU 62 humanitäre Projekte in diesem Bereich mit fast EUR24.5 Millionen unterstützt. Nahezu 3.4 Millionen Frauen, Mädchen, Jungs und Männer weltweit profitierten direkt von dieser Hilfe.

[1] Umfrage der Agentur für Grundrechte der EU – Gewalt gegen Frauen (2014)

[2] Special Eurobarometer 449: Bericht über geschlechtsbezogene Gewalt (2016)

Quelle: Europäische Kommission, Foto Gewalt gegen Frauen, (Quelle: Anemone123)