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Schweigeminute für die 17 Todesopfer:

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Schülerproteste in den USA gegen Schusswaffengewalt

Washington- Einen Monat nach dem Schulmassaker von Florida haben Schüler in den USA für Beschränkungen im laxen Waffenrecht und gegen die Schusswaffengewalt demonstriert. In zahlreichen Städten verließen Schüler um Mittwochvormittag (Ortszeit) den Unterricht und hielten eine Schweigeminute für die 17 Todesopfer des Blutbads in Parkland ab.

Nach der ursprünglichen Planung sollte der „National School Walkout“ (etwa: „Nationaler Auszug aus der Schule“) 17 Minuten dauern – eine Minute für jeden Toten. Doch viele Schüler an der Ostküste kamen erst gar nicht zum Unterricht und gingen direkt zu den Protesten.

Vor dem Weißen Haus in Washington versammelten sich hunderte junge Leute. Sie riefen Slogans wie „Nie wieder!“ und „Genug ist genug!“ und forderten auf Schildern „Schützt Menschen, nicht Waffen“.

Überlebende des Massakers von Parkland hatten die aktuelle Kampagne zur Verschärfung des Waffenrechts unter dem Slogan „Never again“ (Nie wieder) gestartet. Für den 24. März planen die jungen Aktivisten eine Großdemonstration in der Hauptstadt.

In Florida zeigten die Proteste bereits Wirkung. Dort setzte Gouverneur Rick Scott am vergangenen Freitag ein neues Waffengesetz in Kraft, das unter anderem das Mindestalter für Waffenkäufe in dem Bundesstaat von 18 auf 21 Jahre heraufsetzt.

In Washington brachten die Proteste bislang hingegen keine konkreten Ergebnisse hervor. Präsident Donald Trump sprach sich zwar zeitweise für deutliche Gesetzesverschärfungen wie eine Heraufsetzung des Mindestalters für den Waffenkauf aus, rückte dann aber wieder davon ab.

Seine Regierung legt in einem vor einigen Tagen vorgelegten Plan den Schwerpunkt stattdessen auf die Ausbildung von Lehrern und anderen Schulangestellten an der Waffe – ein Vorhaben, das von der mächtigen Waffenlobby NRA unterstützt wird.

Quelle: AFP, Foto: Demonstrierende Schüler vor dem Weißen Haus, (AFP / SAUL LOEB)