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Pläne für Grenze zu Mexiko:

Veröffentlicht von Presse

Trump will bis zu 4000 Nationalgardisten an Grenze zu Mexiko einsetzen

Washington- US-Präsident Donald Trump hat seine Pläne für eine Stationierung der Nationalgarde konkretisiert: Wie der Präsident am Donnerstag ankündigte, sollen 2000 bis 4000 Nationalgardisten an der Südgrenze der USA eingesetzt werden. Er deutete zudem an, dass es sich um eine lang andauernde Mission handeln könnte. Ein Großteil der Truppen werde “wahrscheinlich” so lange an der Grenze bleiben, bis die von ihm angestrebte Grenzmauer gebaut sei.

Die Entscheidung zur Entsendung der Nationalgarde an die Grenze hatte auch Fragen zu den Kosten des Einsatzes aufgeworfen. Das Pentagon konnte bislang keine Angaben dazu machen, woher das Geld für den Einsatz kommen soll. Trump räumte ein, das Weiße Haus prüfe noch die Kosten.

Unterdessen begann sich der von Trump heftig kritisierte Migrantenkonvoi, der ursprünglich zur US-Grenze ziehen wollte, aufzulösen. Der von einer Nichtregierungsorganisation betreute Konvoi, der überwiegend aus Menschen aus Honduras, El Salvador und Nicaragua bestand, wollte zunächst zur US-Grenze ziehen. Zuletzt kündigten die Organisatoren an, die Aktion in Mexiko-Stadt zu beenden. Trump hatte wiederholt gegen die “Karawane” gewettert und Mexiko mit der Aufkündigung des Freihandelsabkommens Nafta gedroht.

Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto bezeichnete Trumps “Drohungen und mangelnden Respekt” am Donnerstag als ungerechtfertigt. Sein Land sei weiterhin zu Verhandlungen bereit, allerdings auf Basis gegenseitigen Respekts. Er warf Trump vor, die Beziehung zwischen beiden Ländern für innenpolitische Zwecke aufs Spiel zu setzen.

Quelle: AFP, Foto: Donald Trump,  (Quelle: AFP / Mandel NGAN)