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YouTube hilft bei Prävention von Hunde-Attacken

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Clips zeigen Forschern aggressive Hunde und Bisse aus erster Hand

Liverpool-Forscher der University of Liverpool http://liverpool.ac.uk haben sich das Videoportal YouTube http://youtube.com zunutze gemacht, um das komplexe Thema „Hundebisse“ genauer zu studieren – insbesondere auch das Verhalten der Hunde bei der Tat. Denn tausende YouTube-Videos zeigen Hunde-Attacken, Bissattacken, doch wurden sie von der Wissenschaft bislang außer Acht gelassen.

Zahlreiche Clips von Angriffen

Unter der Verwendung von Suchbegriffen wie „Hundebiss“, „Hunde-Attacken“ und „Hundeangriff“ ermittelten die Forscher für ihre Studie 143 Videos, die zwischen Januar 2016 und März 2017 auf YouTube hochgeladen wurden. Für jedes dieser Video wurde der Zusammenhang von Biss, Bissstärke, Opfer und Hundemerkmalen aufgezeichnet und analysiert. Bei 56 dieser Videos konnten die Forscher auch die Details des Verhaltens von Mensch und Hund bis zum Biss genauer analysieren.

„Online-Videos bieten uns eine unerforschte Möglichkeit, Hundebisse aus erster Hand zu beobachten – was mit anderen Methoden einfach nicht möglich ist. Indem wir diese Art von geteilten Inhalten für die Forschung nutzen, können wir besser verstehen, wie und warum Bisse vorkommen und außerdem zur Entwicklung von Bisspräventionsstrategien beitragen“, erklärt Studienautorin Sara Owczarczak-Garstecka.

Gleiches Muster

Die Forschenden fanden in ihrer Recherche, dass YouTube-Videos von Hundebissen trotzdem meist einer gewissen Voreingenommenheit unterliegen. So werden beispielsweise Bisse von kleinen Hunden möglicherweise als „komisch“ wahrgenommen und daher eher online hochgeladen. Die Ergebnisse zeigen jedoch trotzdem, das die demografischen Merkmale der Opfer und der Hunde, die in Bissvideos zu sehen sind, denen in früheren Studien entsprechen.

Häufige Hunderassen in den Clips sind etwa Chihuahuas, Deutsche Schäferhunde, Pitbulls und Labrador Retriever. Etwa sieben von zehn der Bissopfer in den Videos waren männlich, während mehr als die Hälfte der beobachteten Bisse mit Kindern und Kleinkindern passierten. Die Forscher beobachteten, dass der taktile Kontakt mit einem Hund ungefähr 20 Sekunden vor einem Biss zunahm – ebenso hatte das Stehen oder das Lehnen über einen Hund Einfluss.

Quelle: pte, 14.05.2018, Foto: Systembild: YouTube hilft bei Prävention von Hunde-Attacken, (Quelle: Bruno)

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