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Social Media: Kinderärzte raten zum Check-up

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Wissenschaftler für effiziente Umstrukturierung von Therapien

Louisville- Kinderärzte raten zum Check-up:  Im Zuge der Behandlung psychischer Probleme bei Kindern sollten stets auch Informationen zu deren Social-Media-Aktivitäten einfließen. Das fordern Mediziner der Norton Children’s Medical Associates (NCMA) http://nortonchildrens.com . Demnach sollten Kinderärzte den Experten zufolge einen Social-Media-Check-up in ihre Untersuchungen einbinden.

Als Standard anerkennen

Auch ein kürzlich erschienener Leitartikel in der medizinischen Fachzeitschrift „Pediatrics“ fordert Kinderärzte und andere Gesundheitsdienstleister, die sich auf die Betreuung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert haben, dazu auf, mehr Fragen zum Social-Media-Verhalten zu stellen. Für die NCMA-Mediziner gehört es grundlegend dazu, ihre minderjährigen Patienten und deren Eltern nach der Social-Media-Nutzung zu befragen – einschließlich der Einschätzung, wie viel Zeit die Minderjährigen pro Tag in sozialen Medien verbringen.

Mit den erhobenen Angaben könnten die Kinderärzte beispielsweise bestimmen, ob Kinder und Jugendliche zu viel Zeit in sozialen Medien verbringen, ob sie Cybermobbing erlebt haben und ob sie denken, dass soziale Medien ihr Selbstwertgefühl beeinflussen. Die genauen Aktivitäten sehen sie dabei jedoch nicht, sondern verlassen sich auf die Angaben der Befragten.

Kinder genauer befragen

„Es ist wichtig, Fragen zu stellen und ein Gespräch zu beginnen, um herauszufinden, was wirklich los ist“, sagt Stephen Johnson, Kinderarzt und Kinderpsychologe bei NCMA. Auch außerhalb der Arztpraxis sollten Johnson zufolge regelmäßige Social-Media-Check-ups durch die Eltern stattfinden. Grundlegend wichtig sei, dass Kinderärzte den Aspekt Social Media in ihre Behandlung einbeziehen. Da Nutzer immer jünger würden, dürften nicht nur Teenager nach Nutzung und Aktivitäten befragt, sondern auch deutlich jüngere Kinder miteinbezogen werden.

Die Experten betonen zudem, dass neueste Forschungsarbeiten sehr deutlich zeigen, dass exzessive Social Media-Nutzung dazu beitragen kann, dass Jugendliche Depressionen, Stress und Angstzustände entwickeln. Hinzu kommt, dass sich auch Schulleiter aufgrund regelmäßiger Ereignisse immer mehr über die negativen Auswirkungen sozialer Netzwerke bewusst werde.

Quelle: pte, 05.05.2018, Foto: Social Media: Kinderärzte raten zum Check-up, (Quelle: 089photoschootings)