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Merkel empfängt Wladimir Putin in Schloss Meseberg

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Putin und Merkel sind wieder im Gespräch

Bonn- Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt am Samstag den russischen Präsidenten Wladimir Putin in Schloss Meseberg bei Gransee. Bei den Gesprächen soll es vor allem um die Konflikte in Syrien und der Ukraine sowie Energiefragen gehen. Die Beziehungen zwischen Berlin und Moskau sind unter anderem wegen des Konflikts um die Ukraine, aber auch wegen mutmaßlicher russischer Hackerangriffe angespannt. Der Giftanschlag auf den russischen Ex-Agenten Sergej Skripal in Großbritannien, für den der Westen Moskau verantwortlich macht, sorgte zusätzlich für Streit .(Merkel empfängt Wladimir Putin)

Syrien und die Ukraine auf der Agenda in Meseberg

Deutschland und Frankreich versuchen bereits seit Jahren, im Ukraine-Konflikt zu vermitteln. Die Treffen in Berlin und Paris deuten darauf hin, dass Moskau die beiden Staaten stärker in Pläne für eine Nachkriegsordnung und einen Wiederaufbau Syriens einbeziehen will. An einem Syrien-Gipfel am 7. September in Istanbul solten neben dem Gastgeber Türkei und Russland auch Deutschland und Frankreich teilnehmen. Moskau ist der wichtigste Verbündete des syrischen Machthabers Baschar al Assad. Mit russischer und iranischer Unterstützung hat Assads Armee mittlerweile die Kontrolle über große Teile des Landes zurückgewonnen.

Neben Syrien wird es beim abendlichen Treffen in Meseberg auch um den Ukraine-Konflikt gehen. Im Osten des Landes, wo Separatisten und ihre russischen Unterstützer gegen die ukrainische Armee kämpfen, kommt der Friedensprozess seit Jahren nicht voran, die Waffenruhe wird jeden Tag vielfach gebrochen, auch alle anderen Vereinbarungen, die zuletzt 2015 in der weißrussischen Hauptstadt Minsk ausgehandelt worden waren, sind bis heute nicht vollständig umgesetzt. Im Juni machte Maas einen neuen Versuch, den Friedensprozess endlich in Gang zu bringen, und lud seine Amtskollegen aus der Ukraine, Russland und Frankreich zum Gespräch nach Berlin ein. Es war das erste Treffen der vier Außenminister seit über einem Jahr. Eine Mission der Vereinten Nationen könnte endlich Bewegung in den Friedensprozess bringen. Aber die Vorstellungen darüber, wie das Mandat einer solchen Truppe aussehen müsste, gehen noch weit auseinander. Im Juli trafen sich in der Hauptstadt noch einmal Diplomaten aus den vier Staaten, um in dieser Frage zu einer Lösung zu kommen.

 

Quelle: PHOENI/dpa, 17.08.2018, Foto: Der russische Präsident Wladimir Putin und Bundeskanzlerin Angela Merkel., ( Quelle: dpa)