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Journalisten in Myanmar zu sieben Jahren Haft verurteilt

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 Der Richter: Sie haben Staatsgeheimnisse verletzt

Myanmar- Ein Gericht hat zwei Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters zu jeweils sieben Jahren Haft verurteilt. Beide hätten „Staatsgeheimnisse verletzt“, urteilte der Richter Ye Lwin am Montag.

Die beiden Reporter waren im Dezember im Zusammenhang mit ihren Recherchen zur Tötung von Angehörigen der muslimischen Rohingya-Minderheit durch das Militär verhaftet worden. Seither saßen sie im berüchtigten Insein-Gefängnis in Rangun ein.

International wurde das Verfahren gegen die Journalisten scharf kritisiert. Befürchtet wird eine weitere Verschlechterung der Pressefreiheit in Myanmar.

Das Urteil gegen die beiden aus Myanmar stammenden Journalisten Wa Lone und Kyaw Soe Oo war bereits in der vergangenen Woche erwartet, dann aber verschoben worden.

Die Minderheit der Rohingya wird in Myanmar seit langem diskriminiert. Die Lage eskalierte im vergangenen Jahr, nachdem Rohingya-Rebellen bei Angriffen rund ein Dutzend Sicherheitskräfte getötet hatten. Das Militär reagierte mit brutaler Gegengewalt und zerstörte zahlreiche Rohingya-Dörfer. Mehr als 700.000 Rohingya flohen seit vergangenem August vor dem Militär ins Nachbarland Bangladesch.

Die UNO stuft das Vorgehen gegen die Rohingya als „ethnische Säuberung“ ein. Im März sprach die UN-Sonderberichterstatterin für Myanmar, Yanghee Lee, erstmals von einem „Völkermord“.

Quelle: AFP, 03.09.2018, Foto: Journalist Kyaw Soe Oo wird in den Gerichtssaal geführt, (Quelle: AFP / Ye Aung THU)