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Apple enthüllt iPhone XS, XS Max, XR und Apple Watch

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Am Mittwochabend präsentiert Apple der Weltöffentlichkeit seine neue iPhone-Generation

Apple enthüllt; die neuen Smartphones iPhone Xs, iPhone Xs Max und iPhone Xr auch eine neue Apple Watch. Außerdem kommt ein neues Update für MacOS.

Gleich drei neue Smartphones bringt Apple auf den Markt. Bei der Keynote am 12. September stellte das Unternehmen seine neuen Produkte vor und damit die Nachfolger für das iPhone X. Dabei fallen einige Neuerungen direkt ins Auge.

Apple verzichtet bei seinen neuen iPhones komplett auf den traditionellen Home-Button, der einst die Smartphone-Bedienung prägte. Auch das am Mittwoch vorgestellte günstigere Modell iPhone Xr bekam das Design des teuren iPhone X aus dem vergangenen Jahr mit einem Bildschirm, der praktisch die gesamte Frontseite ausfüllt. Damit blieb kein Platz mehr für den Knopf mit einem Fingerabdruck-Sensor. Stattdessen wechselte Apple auch hier zur Gesichtserkennung FaceID.

Das sind die neuen Modelle iPhone Xs und iPhone Xr

Bei den teureren Modellen gibt es das erneuerte iPhone Xs und die größere Version Xs Max mit einem 6,5-Zoll-Display. Das Gehäuse ist damit in etwa so groß wie bei den bisherigen Plus-Modellen – bei deutlich ausgeweitetem Bildschirm.

Der neue hauseigene „A12“-Chip im Inneren der Geräte hat mehr Rechenkerne und wird daher mit komplexeren Anwendungen auf Basis von maschinellem Lernen fertig. Als Beispiel wurde eine App demonstriert, die in Echtzeit die Bewegungen eines Basketball-Spielers analysieren und Ratschläge geben kann. Apple setzt darauf, Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz auf den Geräten selbst laufen zu lassen, während Konkurrenten wie Google dafür stärker Cloud-Dienste einbinden.

iPhone-Kameras setzten neue Maßstäbe

Die Kameras bekommen neue Bildsensoren, was die Qualität der Aufnahmen verbessern soll. Mit den leistungsstärkeren Chips können zudem die Lichtverhältnisse genauer analysiert und die Fotos präziser darauf angepasst werden. Bei Porträtaufnahmen kann der Hintergrund nachträglich schärfer oder verschwommener gemacht werden.

 

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Apple-enthüllt-iPhone-XS-XS-Max-und-XR © Justin Sullivan/Getty Images

Neue iPhones bekommen unterschiedliche Displays

Die Modelle iPhone Xs und iPhone Xs Max haben erneut einen kontrastreiches Display mit OLED-Technologie. Beim iPhone Xr gibt es stattdessen einen günstigeren LCD-Bildschirm und ein Gehäuse aus Aluminium statt Edelstahl. Es wird auch in mehreren Farben wie Rot, Geld oder Blau angeboten.

Die neuen teureren Modelle bekommen als erste iPhones eine zusätzliche fest eingebaute eSIM-Karte, die auf Netze verschiedener Betreiber umprogrammiert werden kann. Damit wird man ein iPhone mit zwei Telefonnummern nutzen können. Nur bei den in China verkauften iPhones wird man anstelle einer eSIM zwei klassische SIM-Karten ins Gerät einschieben müssen.

Neben iPhones auch eine neue Apple Watch

Die Apple-Keynote brachte aber auch neben den iPhones bemerkenswerte Neuerungen. Bei der Präsentation der Apple Watch 4 spielte die medizinische Anwendnung der Technik eine große Rolle. Apple ist es gelungen, seine Computer-Uhr zu einem EKG-Messgerät zu machen. Ein Nutzer könne ein Elektrokardiogramm erstellen, indem er den Finger für eine halbe Minute an die Krone an der Gehäuse-Seite halte, erklärte Apple-Manager Jeff Williams am Mittwoch. Die Funktion sei von der US-Gesundheitsaufsicht FDA freigegeben worden, die für die Zulassung medizinischer Geräte zuständig ist. Apple ist der erste Anbieter, der einen EKG-Sensor in einer Computer-Uhr unterbringen konnte.

Bei dem neuen Modell der Apple Watch machte der Konzern zudem den Display etwas größer und das Gehäuse dünner. Die Apple Watch führt seit dem Start 2015 den Smartwatch-Markt an und hat nach Angaben des Unternehmens auch klassische Uhrenmarken überholt.

iPhone Xs und iPhone Xr bekommen iOS 12: Das kann das neue Betriebssystem

Während der Keynote wurde deutlich, dass die Software-Updates von Apple selbst mindestens so hoch bewertet werden wie die neue Hardware. Das Apple-Betriebssystem iOS hat viele Updates erhalten. Das sind die wesentlichen Punkte im Überblick:

  • Siri: Die digitale Assistentin soll in iOS 12 mehr leisten. Zum Beispiel indem sie mehr Vorschläge macht und häufige Handlungen erleichtern will – ein Beispiel sind Sprachbefehle für Nachrichten an Freunde oder den Geburtstagsanruf bei einem gespeicherten Kontakt. Siri soll zudem auch Handlungsketten mit mehreren Aktionen ausführen können.
  • Fotos-App: War die Fotosortierung in iOS 11 schon gut, soll sie in 12 besser werden. Etwa mit einer verbesserten Suchfunktion und einer Albensortierung, die für Orte, Momente oder Personen Sammlungen zusammenstellt.
  • Benachrichtigungen: Mitteilungen auf dem Sperrbildschirm werden nun übersichtlicher nach Apps gruppiert. Zum Aufrufen muss man sie zunächst antippen.
  • Augmented Reality: iPhones mit iOS 12 können die Kamera besser für Augmented Reality, also die um digitale Informationen erweiterte Realität, nutzen. Gleich an Bord ist etwa eine Maßband-App zum Messen mit der Kamera, viele weitere Anwendungen werden folgen.
  • Bildschirmzeit: iOS 12 erlaubt eine Übersicht und Steuerung seines Nutzungsverhaltens. Die Funktion Bildschirmzeit macht sichtbar, wie man sein Telefon benutzt und kann Zeitpläne für die Nutzung einzelner Apps anlegen – inklusive Nutzungsgrenzen. Auch für Familienmitglieder lassen sich hier Regeln anlegen und auch Inhalte oder Apps sperren.
  • Bücher-App: iBooks heißt jetzt Bücher – die App wurde optisch komplett überarbeitet und hat nun auch einen übersichtlicheren digitalen Buchladen.
  • Animojis und Memojis: Für Besitzer des iPhone X und vermutlich auch der neuen iPhones wird es neue Möglichkeiten geben, digitale Abbilder von sich selbst für Chats zu erschaffen. Neben den animierte Animojis – hier kann man die eigene Mimik etwa auf Hühner, Hunde oder Dinosaurier legen – wird es auch neu die Memojis geben. Hier kann man sein eigenes Gesicht aus Bausteinen zusammenbasteln.
  • Was es (noch) nicht gibt: Gruppenanrufe in Facetime. Bis zu 32 Teilnehmer in einer Videokonferenz hatte Apple vor einigen Monaten in Aussicht gestellt. Das ist aber offenbar schwer zu realisieren. Anfang August wurde die Funktion erstmal nach hinten vorschoben. Sie soll nun „später im Herbst“ hinzukommen.

iOS 12 ist kompatibel mit allen iPhones ab dem iPhone 5S, dem iPad ab dem Modell iPad mini2 und dem iPod touch (6. Generation).

 

Quelle: dpa, 12.09.2018, Foto: Die Apple-Keynote präsentierte das iPhone Xs, iPhone Xs Max und iPhone Xr., (Quelle: © Justin Sullivan/Getty Images)