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Sulawesi: Dutzende Todesopfer bei Erdbeben und Tsunami

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Gleich mehrere starke Erdbeben und ein Tsunami

treffen auf die indonesische Insel Sulawesi

Bei einem Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi sind dutzende Menschen ums Leben gekommen. Allein in seinem Krankenhaus gebe es 30 Tote, sagte ein Krankenhausmitarbeiter dem Fernsehsender Metro TV am Samstag. Ein AFP-Fotograf sah in den Straßen der Provinzhauptstadt Palu dutzende Leichen. Ein Sprecher des indonesischen Katastrophenschutzes sagte, es gebe zahlreiche Todesopfer, die genaue Zahl sei noch nicht abzuschätzen.

Die bis zu 1,50 Meter hohe Flutwelle war am Freitag von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,5 vor der Küste von Sulawesi ausgelöst worden. Das Epizentrum lag knapp 80 Kilometer nördlich von Palu, der Hauptstadt der Provinz Zentralsulawesi in nur und zehn Kilometer Tiefe.

Videoaufnahmen zeigten, wie die Flutwelle über Palu hereinbrach und zahlreiche Gebäude zum Einsturz brachte sowie eine große Moschee überschwemmte. Bereits das vorausgegangene Beben hatte viele Häuser einstürzen lassen, Bewohner flüchteten ins Freie.

 

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Einwohner und abgedeckte Leichen in Palu, (Quelle: AFP / OLA GONDRONK)

 

Das Beben war so stark dass es noch in mehreren hundert Kilometern Entfernung auf der benachbarten Insel Borneo zu spüren war. Es ereignete sich kurz vor dem Freitagsgebet in dem mehrheitlich muslimischen Land, wenn die Moscheen besonders stark besucht sind.

Das aus zahlreichen Inseln bestehende Indonesien liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, an dem tektonische Platten aufeinander stoßen. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind dort besonders häufig. An Weihnachten 2004 hatte ein Beben der Stärke 9,3 vor der westindonesischen Insel Sumatra einen Tsunami ausgelöst, der in der Region insgesamt 220.000 Menschen tötete, davon 168.000 in Indonesien.

Bei einer Erdbebenserie von Ende Juli bis Anfang August waren auf der indonesischen Insel Lombok 555 Menschen ums Leben gekommen. Fast 1500 weitere wurden verletzt.

 

Quelle: AFP, 29.09.2018, Foto: Helfer versorgen Patienten vor einem Krankenhaus in Palu/Sulawesi: Dutzende Todesopfer bei Erdbeben und Tsunami, (Quelle: AFP / MUHAMMAD RIFKI)