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Freiburg- Fall der Gruppenvergewaltigung

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Polizei sucht zwei weitere Verdächtige im Vergewaltigungsfall

Freiburg- Im Fall der Gruppenvergewaltigung in der Nähe eines Clubs sucht die Polizei mindestens zwei weitere mutmaßliche Täter. Die Analyse von DNA-Spuren habe Hinweise auf zwei weitere Männer erbracht, teilten die Ermittler am Freitag auf einer Pressekonferenz mit. „Wir tun jetzt alles, um die Urheber auch dieser Spuren zu ermitteln“, sagte Bernd Belle von der Freiburger Kriminalpolizei,

Bislang hat die Polizei acht dringend tatverdächtige Männer in dem Fall festgenommen. Eine 18-jährige Frau war Mitte Oktober vergewaltigt worden, nachdem sie mit dem mutmaßliche Haupttäter eine Freiburger Disko verließ. In dem Club hatte sie den Ermittlungen zufolge Drogen konsumiert, die sie möglicherweise wehrlos machten.

Der Hauptverdächtige soll die junge Frau in einem Wäldchen vergewaltigt haben. Wie die Ermittler am Freitag mitteilten, soll der Mann danach in die Diskothek zurückgegangen sein und andere Männer informiert haben, dass die Frau wehrlos im dem nahegelegenen Waldstück liege. Daraufhin seien weitere Männer nach und nach in den Wald gegangen und hätten sich an der Frau vergangen.

Gegen den 22 Jahre alten Hauptverdächtigen sowie einen weiteren Verdächtigen wird den Angaben zufolge auch wegen eines weiteren Sexualdelikts aus dem Jahr 2017 ermittelt. Die Freiburger Ermittler waren in die Kritik geraten, weil gegen den 22-Jährigen bereits eine Woche vor der Gruppenvergewaltigung ein Haftbefehl wegen Drogendelikten vorgelegen hatte.

In Freiburg hatte die Tat hohe Wellen geschlagen, auch weil sieben der acht Verdächtigen Syrer sind. Zwei von ihnen präsentierten sich laut den Ermittlungen in sozialen Medien als Kämpfer der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG). Am vergangenen Montag nehmen einige hundert Anhänger der AfD den Fall zum Anlass, in Freiburg gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung zu demonstrieren. Ihnen standen etwa 2000 Gegendemonstranten gegenüber.

 

Quelle: AFP, 02.11.2018, Foto: Pressekonferenz der Freiburger Ermittler, (Quelle: dpa/AFP/Archiv / Patrick Seeger)