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Hitzige Debatte auf APEC-Gipfel

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USA und China gehen aufeinander los

Vor dem APEC-Gipfel des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums hat Chinas Staatschef Xi Jinping eindringlich vor Protektionismus und Handelskriegen gewarnt. „Die Geschichte hat gezeigt, dass Konfrontation – ob in Form von kaltem Krieg, heißem Krieg oder Handelskrieg – keine Gewinner hervorbringt“, sagte Xi am Samstag bei einer Wirtschaftskonferenz kurz vor dem Gipfel des Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsforums (Apec) in Papua-Neuguineas Hauptstadt Port Moresby.

Auch eine wirtschaftliche Abschottung zahle sich auf längere Sicht nicht aus, warnte Xi. „Versuche, Barrieren zu errichten und enge wirtschaftliche Verbindungen zu unterbinden, laufen den Gesetzen der Wirtschaft und den historischen Trends entgegen“, sagte der Präsident. „Das ist ein kurzsichtiger Ansatz und er ist zum Scheitern verurteilt.“ Offenbar an die US-Regierung gewandt fügte Xi hinzu: „Wir sollten nein zu Protektionismus und Unilateralismus sagen.“

Chinas Beziehungen zu den Vereinigten Staaten wird von einem von US-Präsident Donald Trump entfachten Handelskonflikt schwer belastet. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt überziehen sich seit Monaten gegenseitig mit Strafzöllen und Drohungen. Vor gut einer Woche hatten beide Länder bei einem Ministertreffen in Washington ihr Interesse an einer Deeskalation bekundet.

Xi sagte am Samstag, nach seiner Überzeugung gebe es „keine Streitigkeiten, die Länder nicht durch Konsultation beilegen können“. Voraussetzung sei allerdings, dass die Gespräche in einem Geist der „Gleichberechtigung“ und des „gegenseitigen Verständnisses“ stattfänden.

US-Vizepräsident Mike Pence sagte derweil vor Konzernchefs in Port Moresby, dass sein Land die Strafzölle gegen China aufrechterhalten oder sogar noch erhöhen werde, bis China seine Handelspraktiken grundlegend ändere. „Wir haben chinesische Güter mit Zöllen in Höhe von 250 Milliarden Dollar (220 Milliarden Euro) belegt und diese Zahl könnte sich mehr als verdoppeln“, sagte Pence. „Wir hoffen auf Besserung, aber die USA werden ihren Kurs nicht ändern, bis China sein Gebaren ändert.“

 

Quelle: AFP, 17.11.2018, Foto: Chinas Staatschef Xi Jinping, Quelle: AFP / Peter PARKS