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Mehrheit der Spieler sieht sich nicht als Gamer

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Aktuelle Erhebung zeigt auch, dass Online-Werbung mit Belohnungen punkten könnte

Los Angeles- Die meisten Menschen, die Computerspiele spielen, sehen sich selbst nicht als Gamer. Das ist eine Erkenntnis einer Studie von Versus Systems http://versussystems.com und dem Center for Management of Enterprise in Media, Entertainment & Sports (MEMES) der University of California, Los Angeles http://ucla.edu . Das könnte demnach für Werbende ebenso relevant sein wie die Tatsache, dass realweltliche Belohnungen sowohl Gamer als auch Fernsehzuschauer länger an den Bildschirm fesseln könnten.

Breites Spieler-Publikum

Die vom Center for MEMES durchgeführte Studie hat sich mit Werbung in interaktiven Medien befasst. Dazu haben die Forscher 88.000 US-Nutzer befragt, berichtet „TechCrunch“. Die Hälfte davon hat angegeben, innerhalb der vorangegangenen Woche ein Videospiel gezockt zu haben. Doch haben sich nur 13 Prozent der Respondenten selbst als „Gamer“ bezeichnet. Bei Frauen ist die Kluft noch größer: 56 Prozent hatten in der Vorwoche ein Game gespielt, doch nur elf Prozent sehen sich als „Gamer“. „Werbende, die den Wert von In-Game-Werbung erkennen, unterschätzen womöglich, wie groß und divers das Gaming-Publikum heute wirklich ist“, heißt es daher in der Studie.

Bei der Frage, was Nutzer dazu bringen würde, mehr zu spielen, war die Top-Antwort mit 30 Prozent „echte Dinge gewinnen, die ich will, wenn ich In-Game etwas erreiche“. Bei Millennials hat diese Option sogar noch besser abgeschnitten. Billigere Spiele dagegen wären für nur 18 Prozent der wichtigste Grund, mehr zu daddeln. Reale Belohnungen würden der Studie zufolge aber auch dem Fernsehen helfen. Immerhin 77 Prozent der Befragten nannten diese als eine Möglichkeit, sie länger vor das TV-Gerät zu locken. Knapp ein Viertel der Studienteilnehmer würde vor allem dann mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen, „wenn mehr Games/Shows für Leute wie mich gemacht wären“.

Gemeinschaftsgefühl stärken

Für die Werbung ist laut Jay Tucker, Leiter des Center for MEMES, relevant, dass es Menschen gibt, die gewohnt sind, jeden Tag Teil von Online-Communitys wie in sozialen Medien oder MMOs zu sein. „Belohnungen können, richtig eingesetzt, das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein, bestärken. Man kann das Gefühl der Verbindung verstärken“, meint Tucker. Den Forschern zufolge gilt es freilich, die Daten beispielsweise mit Blick auf kleinere demografische Gruppen noch genauer auszuwerten. Der Tech-Blog wiederum betont, dass Versus Systems eine Lösung vertreibt, mit der Entwicker in ihren Games Belohnungen anbieten können – die Studie also nicht ganz uneigennützig sein mag.

 

 

Quelle: pte, 17.12.2018, Foto: Pokale: Belohnungen motivieren zum Spielen (Foto: qimono, pixabay.com)