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Razzia in Berlin-Wedding

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Berliner Polizei durchsucht Radikalenmoschee wegen Terrorismusfinanzierung

Die Berliner Polizei ist am Dienstagmorgen mit einer großangelegten Razzia gegen einen der Terrorismusfinanzierung verdächtigen Prediger vorgegangen. Unter Beteiligung von Spezialeinsatzkräften durchsuchten die Ermittler eine Moschee im Stadtteil Wedding sowie weitere Objekte. Das teilte die Berliner Staatsanwaltschaft im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Der Prediger Ahmad A. soll demnach einem Dschihadkämpfer in Syrien Geld geschickt haben.

Das Geld sei “für den Erwerb von Ausrüstungsgegenständen zur Begehung terroristischer Straftaten” vorgesehen gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Berliner “Tagesspiegel” berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, der 45-jährige A. habe 500 Euro nach Syrien geschickt. Bei der Razzia seien zudem 15.000 Euro beschlagnahmt worden, was für einen Sozialhilfeempfänger wie A. überraschend viel Geld sei.

A., der öffentlich unter dem Namen Abul Baraa als Imam auftritt, gilt als radikaler Islamist. Auch die von der Polizei durchsuchte As-Sahaba-Moschee ist keine Unbekannte: Sie wird Medienberichten zufolge überwacht, gilt als Anlaufpunkt für IS-Sympathisanten und andere Radikale.

 

Quelle: AFP, 18.12.2018, Foto: Blaulicht der Polizei, Quelle: dpa/AFP/Archiv / Carsten Rehder