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China gelingt erste Landung auf dunkler Mondseite

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Sonde soll Terrain erforschen und wissenschaftliche Experimente vornehmen

Premiere in der Raumfahrt: China ist nach eigenen Angaben erstmals die Landung einer Sonde auf der erdabgewandten Seite des Mondes gelungen. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua und das Staatsfernsehen am Donnerstag berichteten, erreichte „Chang’e 4“ um 03.26 Uhr MEZ die Rückseite des Mondes. Die Sonde schickte demnach ein erstes Foto von der „dunklen Seite“ über den Satelliten Queqiao zur Erde.

Die Sonde soll auf der erdabgewandten Mondseite das unberührte Terrain erforschen und wissenschaftliche Experimente vornehmen. Geplant sind unter anderem Forschungen zu Mineralien und der Anbau von Kartoffeln und anderen Pflanzen. Bei einem der Experimente soll ein von Wissenschaftlern der Kieler Universität entwickeltes Strahlenmessgerät zum Einsatz kommen.

Eine Rakete vom Typ Langer Marsch war am 8. Dezember vom Weltraumbahnhof Xichang mit dem Mond-Rover „Chang’e 4“ in Richtung des Erdtrabanten gestartet.

1959 war es der Sowjetunion gelungen, die ersten Bilder der Rückseite aufzunehmen und damit das Geheimnis um die „dunkle Seite des Mondes“ zumindest teilweise zu lüften.

Die Weltpremiere ist Teil von Pekings ehrgeizigem Raumfahrtprogramm. China hat weitere ehrgeizige Ziele in der Raumfahrt: Bis 2021 will Peking eine wiederverwertbare Trägerrakete entwickeln, die mehr Fracht transportieren kann als die Nasa und das private Raumfahrtunternehmen SpaceX. Außerdem plant China einen Stützpunkt auf dem Mond, eine bemannte Raumstation sowie ein Mars-Fahrzeug.

 

Quelle: AFP, 03.01.2019, Foto: Der Vollmond Ende November von Rom aus gesehen, Quelle: AFP/Archiv / Laurent EMMANUEL