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Verdi-Chef Frank Bsirske fordert mehr Gehalt

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Tarifverhandlungen für Angestellte des öffentlichen Dienstes der Länder

Vor Beginn der ersten Tarifrunde für die Angestellten des öffentlichen Dienstes der Länder hat Verdi-Chef Frank Bsirske seine Forderung nach deutlichen Gehaltserhöhungen bekräftigt. “Wir müssen Anschluss halten an die Entwicklung in der Privatwirtschaft und in den Branchen insgesamt, wo wir im letzten Jahr im Schnitt Tariflohnerhöhungen über drei Prozent gesehen haben”, sagte Bsirske den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Montagsausgaben).

Es gehe darum, “den Abstand, der sich im Länderbereich insbesondere im letzten Jahrzehnt auf die Tariflohnentwicklung in der Gesamtwirtschaft aufgebaut hat, in dieser Tarifrunde weiter zu verkleinern.” Dies gelte “zumal unter Bedingungen absehbar zunehmender Konkurrenz um qualifizierten Berufsnachwuchs und qualifizierte Fachkräfte”.

Der öffentliche Dienst müsse konkurrenzfähig bleiben, betonte der Verdi-Chef. “In den nächsten Jahren werden mindestens 20 bis 30 Prozent des Personals im Länderbereich altersbedingt ausscheiden”, sagte Bsirske. “Es geht daher darum, am Arbeitsmarkt attraktiv zu sein für qualifizierte Fachkräfte und den Berufsnachwuchs. Denn es gibt einen verschärften Wettbewerb um genau diese Arbeitskräfte.”

Die Tarifrunde für mehr als 800.000 Angestellte der Bundesländer außer Hessen beginnen am Montag in Berlin. Verdi und der Deutsche Beamtenbund (DBB) fordern sechs Prozent, mindestens jedoch 200 Euro mehr Gehalt. Der Berliner Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) hat die Lohnforderung als Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zurückgewiesen.

 

Quelle: AFP, 21.01.2019, Foto: Verdi-Chef Frank Bsirske, Quelle: dpa/dpa/picture-alliance/Archiv / Christophe Gateau