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Flugzeugbauer muss Update genehmigen lassen

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US-Luftfahrbehörde wartet weiter auf neue Software für Boeing 737-MAX

Die US-Luftfahrtbehörde FAA wartet nach dem Absturz zweier Boeing-Flugzeuge vom Typ 737-MAX weiter auf die Vorlage einer neuen Software für die Maschinen. Die FAA warte weiterhin darauf, dass der US-Flugzeugbauer die verbesserte Software für das Stabilisierungssystem MCAS (Maneuvering Characteristics Augmentation System) formell zur Genehmigung vorlege, sagte der amtierende FAA-Chef Dan Elwell am Mittwoch (Ortszeit) im texanischen Fort Worth.

Boeing hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, das Unternehmen habe das Software-Update für den Flugzeugtyp abgeschlossen. Nach den beiden Abstürzen wurde ein weltweites Flugverbot für 737-MAX-Maschinen verhängt. In beiden Fällen steht das speziell für die Boeing 737 MAX entwickelte Stabilisierungssystem MCAS (Maneuvering Characteristics Augmentation System) im Verdacht, eine verheerende Rolle gespielt zu haben. Es drückt bei einem drohenden Strömungsabriss die Nase des Flugzeugs automatisch nach unten, auch wenn die Piloten gegensteuern.

Bevor die 737-MAX den Flugbetrieb wieder aufnehmen können, muss die US-Luftfahrtbehörde FAA einer Wiederzulassung zustimmen. US-Fluggesellschaften rechnen damit, dass die Maschinen ab August wieder abheben dürfen.

FAA-Chef Elwell äußerte sich einen Tag vor Beginn einer Konferenz von Vertretern der Luftfahrtbehörden von 33 Staaten. Dabei will die FAA darüber berichten, welche Schritte sie unternommen hat um sicherzustellen, dass die Boeing 737-MAX künftig sicher fliegen kann.

 

Quelle: AFP, 23.05.2019, Foto: Seit zwei Abstürzen bleiben alle Boeing 737-MAX am Boden, Quelle: AFP/Archiv / Mark RALSTON