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Dritter Berlin-Brandenburger Banken-Streik

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Anlass für Warnstreik sind stockenden bundesweiten Tarifverhandlungen für rund 200.000 Beschäftigte

Berlin- Für den kommenden Mittwoch/Donnerstag, 19. und 20. Juni 2018 hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Beschäftigte Berliner und Brandenburger Geldinstitute und angeschlossene Dienstleister zu einem zweitägigen Warnstreik aufgerufen. Beteiligt sind unter anderem Beschäftigte der Landesbank Berlin – Berliner Sparkasse, der Investitionsbank Berlin, der Commerzbank AG, Berlin Hyp, Investitionsbank des Landes Brandenburg, Commerzbank, LBS Ostdeutsche Landesbausparkasse sowie die Beschäftigten der Deutsche Bank in Berlin.

 

Die zentrale Streikkundgebung findet am 19. Juni 2019 um 10.00 Uhr in Berlin am Brandenburger Tor statt.

 

Anlass für den Warnstreik sind die stockenden bundesweiten Tarifverhandlungen für die rund 200.000 Beschäftigten bei den privaten und öffentlichen Banken. „Leider haben die Arbeitgeber auch in den bislang vier Verhandlungsrunden immer noch kein annehmbares Angebot unterbreitet, daher wird jetzt der Druck mit einem zweitägigen Warnstreik verstärkt. Dass es vier ergebnislose Verhandlungsrunden gegeben hat, zeigt, wie angespannt die Lage ist und wie schwierig es wird, einen annehmbaren Tarifkompromiss zu finden“, sagt Sebastian Orthmann, zuständiger ver.di-Gewerkschaftssekretär.

 

ver.di fordert in dieser Tarifrunde 6 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Beschäftigte mit einer übertariflichen Bezahlung will ver.di eine entsprechende Dynamisierung der Gehälter durchsetzen. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft eine Erhöhung der Vergütung um 100 €. In den immerhin drei Verhandlungsrunden haben die Arbeitgeber kein akzeptables Angebot gemacht. ver.di will in der Tarifrunde neben einer deutlichen Gehaltserhöhung vor allem über Arbeitsbelastung und Weiterbildung verhandeln. Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt bei den Banken sehr rasch und tiefgreifend, darum fordert ver.di einen verbindlichen Anspruch der Beschäftigten auf Weiterbildung

 

Quelle: ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Foto: Geldinstitute der Berliner Sparkasse, Quelle: Michael Gaida