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Ex-Audi-Chef Stadler soll im Dieselskandal vor Gericht

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Audi bekräftigt Willen zur vollumfänglichen Kooperation mit den Behörden

Nach der Anklage gegen den früheren Audi-Chef Rupert Stadler hat das Unternehmen seinen Willen zur Kooperation bekräftigt.

“Unser Unternehmen kooperiert weiterhin vollumfänglich mit den ermittelnden Behörden, um die Umstände aufzuklären, die zur Dieselkrise geführt haben”, erklärte Audi. Die juristische Aufklärung sei “eine Voraussetzung für den erfolgreichen Neustart”.

Kurz zuvor hatte die Staatsanwaltschaft München mitgeteilt, dass im Dieselskandal Anklage gegen Stadler sowie drei weitere Beschuldigte erhoben worden sei. Ihnen werden demnach Betrug, Falschbeurkundung sowie strafbare Werbung zur Last gelegt. Stadler soll unter anderem dafür verantwortlich sein, dass Audi noch lange nach Bekanntwerden der Abgasaffäre Dieselfahrzeuge mit manipulierten Abgaswerten verkauft hat.

Nach Angaben von Audi handelt es sich bei den Beschuldigten um einen aktiven Mitarbeiter und drei ehemalige Beschäftigte, darunter Stadler. Der Autobauer verwies darauf, dass für alle die Unschuldsvermutung gelte und die Anklage getrennt von dem Verfahren zu sehen sei, das im Oktober vergangenen Jahres mit einem Bußgeldbescheid in Höhe von 800 Millionen Euro abgeschlossen worden war.

Es liege im “Interesse der Mitarbeiter, der Anteilseigner und des ganzen Unternehmens”, die Dieselkrise “juristisch restlos aufzuklären”, bekräftigte Audi. Darüber hinaus wollte sich der Autobauer nicht zu der Anklage äußern.

Stadler war im Juni vergangenen Jahres in Untersuchungshaft genommen worden. Im Oktober kam er unter Auflagen frei.

 

Quelle: AFP, 31.07.2019, Foto: Audi-Logo/Chef Stadler soll im Dieselskandal vor Gericht/Presseagentur, Quelle: dpa/dpa/picture-alliance / Christoph Schmidt