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Daniel Donskoy: Für den Tatort unterbricht er seine Tournee

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Zwischen zwei Welten

Er ist nicht nur Schauspieler, sondern auch Vollblutmusiker. Gerade tourt Daniel Donskoy durch Deutschland und spielt vor ausverkauften Hallen. Doch danach ist noch längst nicht Schluss: Ein Album ist bereits in Planung.

Daniel Donskoy (29) ist vieles: gefeierter Serienstar dank “Sankt Maik”, “Tatort”-Rechtsmediziner und auch Musiker. Anfang des Jahres erschien seine erste Single “Cry by the River” und dann ging alles ganz schnell: Am 01. Oktober brach er bereits zu seiner ersten Tournee als Sänger und Songwriter auf. Mit seiner Band im Gepäck spielt er unter seinem Künstlernamen “Donskoy” in sechs deutschen Städten. Seine musikalische Spannbreite reicht dabei vom eingängigen Pop über Rap-Einlagen bis hin zu elektronischen Beats. In München stand er im ausverkauften Muffatwerk auf der Bühne und zog das Publikum mit einer Portion Witz, viel Charme und ehrlichen Songs in seinen Bann. Unter anderem wie es ist, auf der Bühne zu stehen und wann das Album erscheint, hat das Multitalent im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verraten.

Was ist das für ein Gefühl, oben auf der Bühne zu stehen?

Daniel Donskoy: Es ist das wunderschönste Gefühl der Welt und es macht mich extrem glücklich. Es fühlt sich so an, als wäre man genau dort angekommen, wo man hingehört. Ich bin auch immer wieder geflasht, dass das gerade wirklich mein Job ist. Ich brenne für das, was ich tue – egal, ob als Schauspieler oder als Musiker.

Liegt Ihr Fokus momentan mehr auf der Musik oder auf dem Schauspielern?

Donskoy: Der Fokus ist gerade auf der Musik – schließlich touren wir momentan. Allerdings habe ich die nächsten drei Tage frei und drehe wieder den “Tatort” aus Göttingen, wo ich als Pathologe zu sehen bin. Und danach geht’s direkt mit der Tour weiter.

Das klingt nach sehr viel Stress…

Donskoy: Ja, es verlangt viel ab. Aber das ist es wert – schließlich bekommt man so viel von den Menschen zurück. Denn, wenn man auf der Bühne steht, schlägt einem nur positive Energie entgegen. Das lässt einen schweben und man fühlt sich high. Ich kann nach einem Auftritt deshalb oft auch nicht schlafen.

Dass Ihre Musik so gut ankommt, ist ein tolles Gefühl, oder?

Donskoy: Ja, total. Vor allem als Indie-Band, wo man kein Label hinter sich stehen hat. Ich habe ein wundervolles Team, das alles dafür gibt und nicht auf Profit aus ist. Ich bin stolz drauf – auch auf das Team und auf alle Leute, die daran mitgearbeitet haben, dass wir so weit gekommen sind. Und das ohne große Marketingbudgets, sondern durch Überzeugung und harte Arbeit. Die meisten Songs, die ich auf dem Konzert gespielt habe, sind noch nicht einmal veröffentlicht. Wir entwickeln alles im Proberaum und ich sehe mich auch als Live-Künstler. Es gibt nichts Besseres als Live-Musik: In meiner Jugend habe ich mir fast keine CDs gekauft, sondern bin nur auf die Konzerte gegangen. Man kreiert auf der Bühne einen Raum, der vorher nicht vorhanden war und nach dem Konzert nicht mehr existiert. Und dieses Gefühl liebe und zelebriere ich auch.

Wissen Sie schon, wann das Album erscheint?

Donskoy: Das Album kommt auf jeden Fall. Wann, ist allerdings noch die Frage. Denn wir sind gerade wieder am Produzieren und nehmen die nächsten vier Tracks auf. Anfang des Jahres folgen die nächsten vier Songs. Wir hoffen also, dass das Album Mitte des nächsten Jahres erscheint. Es dauert, da wir behutsam und detailverliebt produzieren, jedes Instrument live einspielen, ich wochenlang an den perfekten Texten sitze und nicht einfach irgendwas am Computer entsteht. Gute Sachen dauern seine Zeit. Das erste Album gibt es nur ein Mal.

Unterscheidet sich das Publikum je nach Stadt?

Donskoy: Ja, jedes Publikum ist anders. In München war es extrem locker, jung und hat richtig gut mitgemacht. Einfach ein großartiges Publikum. Aber in Leipzig war auch von einer Siebenjährigen, die ich auf die Bühne geholt habe und von einer 75-jährigen Oma, die mit ihrem Rollator die ganze Show durchgehalten hat, alles dabei. Ein Mädchen ist sogar elf Stunden aus Ecuador hergeflogen, um sich das Konzert ansehen zu können. Da bekomme ich Tränen in den Augen.

Das Publikum ist sehr weiblich. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Donskoy: Ja, es sind tatsächlich immer sehr viele Frauen auf den Konzerten. Aber in München waren auch ein paar Männer dabei. Ich glaube, bei emotionalen Dingen reagieren Frauen anders als Männer. Weil Männer sich oft nicht die Möglichkeit geben, gefühlvoll zu sein. Was natürlich absoluter Schwachsinn ist, weil Männer genauso emotional sind wie Frauen. Und dieses Bild von Maskulinität, dass man nicht weinen darf oder keine Schwäche zeigen soll, gehört einfach zertrümmert und zerdrückt.

 

Quelle: Quelle: spot on news AG, 10.10.2019, Foto: Daniel Donskoy tourt gerade durch Deutschland, Quelle: Lottigrafie

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