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US-Strafzölle gegen EU in Kraft getreten

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Die US-Regierung erhebt ab sofort zusätzliche Strafzölle auf Importe aus Europa

US-Strafzölle auf EU-Produkte im Umfang von 7,5 Milliarden Dollar sind am Freitag in Kraft getreten.

Damit gelten auf Flugzeugimporte aus der EU Strafzölle in Höhe von zehn Prozent sowie auf weitere EU-Produkte wie Wein, Käse und Whisky Aufschläge von bis zu 25 Prozent. Hintergrund sind europäische Staatsbeihilfen für die heimische Flugzeugindustrie, insbesondere für Airbus.

Die Welthandelsorganisation (WTO) hatte die US-Strafzölle in diesem Monat gebilligt. Sie erlaubte den USA, wegen unzulässiger Beihilfen für den Flugzeugbauer Airbus die Einfuhr europäischer Produkte in Höhe von 7,5 Milliarden Dollar (rund 6,8 Milliarden Euro) mit Sonderaufschlägen zu belegen.

Die EU hoffte aber bis zuletzt, die Zölle noch abwenden zu können. Der französische Finanzminister Bruno Le Maire sagte am Donnerstag nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Steve Mnuchin in Washington, die Verhängung der Zölle würde “sehr negative wirtschaftliche und politische Konsequenzen” haben.

Die EU könnte bald ebenfalls Strafzölle auf US-Produkte verhängen. Dabei spielt eine im kommenden Jahr erwartete WTO-Entscheidung eine wichtige Rolle, bei der es umgekehrt um europäische Vorwürfe wegen Staatsbeihilfen für den US-Flugzeughersteller Boeing geht. Im Fall von Boeing hat die EU ebenfalls eine Liste mit US-Produkten vorbereitet, die mit Strafzöllen belegt werden könnten.

 

Quelle: AFP, 18.10.2019, Foto: Airbus-Maschine, © Peter H.