Der Weihnachtsmann landet in Himmelpfort

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Schreibaktion der Post feiert 35-Jähriges Jubiläum

Berlin- Kinder wie die Zeit vergeht! In zwei Tagen ist es wieder so weit: Der Weihnachtsmann bezieht dann schon wieder sein Büro in der Postfiliale im brandenburgischen Himmelpfort.

Der Ort liegt eine gute Autostunde von Berlin entfernt. Bis Heiligabend beantwortet er gemeinsam mit seinen Engeln Kinderbriefe aus aller Welt und empfängt außerdem Besucher vor Ort, also eine viel beschäftigte Person.

 

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Der Weihnachtsmann landet in Himmelpfort © Deutsche Post

 

Hunderttausende Briefe

In dieser Saison feiert Santa Claus ein besonderes Jubiläum: Vor 35 Jahren schickten die ersten beiden Kinder aus Berlin und Sachsen ihre Wunschzettel dorthin. Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit haben die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Deutschen Post wahnsinnig viel zu tun. Sie müssen neben ihrer eigentlichen Tätigkeit zusätzlich Hunderttausende Briefe aus aller Welt nach Himmelpfort transportieren und von dort beantwortet wieder zurückbefördern! Exakt in der Weihnachtspostfiliale, in der der Alte Gesell und seine fleißigen „Engel“ sich der Wunschzettel annehmen. Wer noch nicht selbst den Wunschzettel aufsetzen kann, bittet seine Geschwister, Eltern, Großeltern oder Freunde die Schriftstücke zu verfassen.

 

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Der Weihnachtsmann landet in Himmelpfort © Erwin Halentz

 

Fleißige Engel

Dass in Himmelpfort der Rauschebart zumindest zeitweise wohnt, weiß inzwischen (fast) jedes Kind – im In- und Ausland. Alle Jahre in der vorweihnachtlichen Zeit quartiert sich der Liebling aller Kinder in seine Stube, ach ja, Büro, ein und heißt dort auch Mädchen und Jungen mit ihren Wunschzetteln willkommen. Fleißige, sehr fleißige Engel, kümmern sich gemeinsam mit Väterchen Frost auch heuer um die Schriebe, die von überall in der Weihnachtspostfiliale der Deutschen Post, wie es hochoffiziell heißt, eintreffen. An den Adventswochenenden gibt es auf dem Gelände des ehemaligen Klosters zusätzliches Spektakel Weihnachtsmärkte animieren zum Feiern und Genießen.

 

Schlaue Kinder aus Polen

Die 20 Engel, die Knecht Ruprecht bei seiner Mammutaufgabe helfen, sind schon ausgesucht, also gecastet. So viele engagierte Unterstützerinnen braucht er auch, denn in den kommen knapp sechs Wochen sind um die 300.000 Briefe zu bearbeiten; je nach Jahr mal Tausende mehr, mal weniger. Da Kinder aus rund 80 Ländern schreiben – so aus Japan, den USA, Südafrika oder Kuba – müssen die Engel Fremdsprachen beherrschen – und die können sie auch. Viele Kinder, die ihre Botschaften an Väterchen Frost adressieren, kommen aus Polen.

 

Schon vor dem offiziellen Start formulierten Knirpse aus Bukowina Tatrzanka in der Hohen Tatra ihre Wünsche. Wie sie taten es bereits schon Tausende Mädchen und Jungen aus aller Welt. Sie schickten bereits im vergangenen Sommer ihre Zeilen ins Brandenburgische. Keine Bange, sie werden genauso beantwortet, wie jene, die erst jetzt ihre Schriebe anfertigen und nach Himmelpfort senden. Das wissen auch die Kinder aus Bukowina Tatrzanka, dessen Ort rund 20 Kilometer vom Edel-Urlaubsort Zakopane entfernt liegt. Die Stadt wird gern als das St. Moritz von Polen bezeichnet. Die jungen Polen dachten wohl, wer zuerst kommt, mahlt zuerst!

 

Paradiesisches Himmelpfort

Der Weihnachtsmann erzählt seinen großen und kleinen Besuchern, das Himmelpfort zu einem beliebten Urlaubsort ganzjährig avanciert, auch oder wegen des Weihnachts-Spektakels: Einladend allemal, zwischen Fürstenberg/Havel und Lychen liegend, mittig im Naturpark Uckermärkische Seen. Wasser, Wälder und Wiesen, was wollen Erholende mehr; vier Gewässer umkreisen den rund 500 Einwohner zählenden Ort: Stolpsee, Sidowsee, Haussee und Moderfitzsee. Momentan will dort wegen der aktuellen „Kälte“ niemand baden, nicht einmal der Weihnachtsmann!

 

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Der Weihnachtsmann landet in Himmelpfort © Erwin Halentz

 

Achtung! Bitte Absender nicht vergessen

1984 kamen die ersten Briefe in Himmelpfort an. Sie waren adressiert an den Weihnachtsmann, der doch an solch einem himmlischen Ort zu Hause sein müsste. Briefträgerin Conny Matzke beantwortete die eingehende Post noch zu DDR-Zeiten und in Eigeninitiative. Sie löste damit eine Lawine los. Seit Anfang der 1990er Jahre betreibt die Deutsche Post die Filiale in diesem brandenburgischen Ort und hat 1993 einen eigenen Sonderstempel aufgelegt.

Der Wunschbriefkasten am Haus des Gastes kann über das ganze Jahr genutzt werden und dort Wunschzettel einwerfen. Wer den Postweg wählt, schreibt bitte:

 

An den Weihnachtsmann

Weihnachtspostfiliale

16798 Himmelpfort

 

Bitte den Absender nicht vergessen, nur so kann Knecht Ruprecht auch antworten! Er ist der Weihnachtsmann; kein Zauberer oder Hellseher…

Wenn der bärtige Alte seinen Post-Job am 14. November aufnimmt, empfangen ihn dort Kinder der Klasse 2a der „Drei Seen Grundschule“ Fürstenberg sowie Gleichaltrige aus Himmelpfort und Umgebung. Sie nutzen die Gunst der Stunde und übergeben Santa Claus ihre liebevoll gestalteten Wunschzettel gleich selbst. Sicher ist sicher!

 

Text: Erwin Halentz, 12.11.2019, Foto: Der Weihnachtsmann landet in Himmelpfort © Deutsche Post