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Der Weihnachtsmann kommt im StreetScooter XL

Veröffentlicht von A.H.

35 Jahre Schreibaktion Himmelpfort – 6.000 Briefe bereits eingetroffen

Berlin/Himmelpfort – Liebe Kinder, auf die Post ist (meist) Verlass – und erst recht auf den in aller Welt bekannten und geliebten Weihnachtsmann. Pünktlich, wie es sich für Knecht Ruprecht gehört, reiste er heute mit einem Elektrofahrzeug StreetScooter XL zur Weihnachtsfiliale der Deutschen Post im brandenburgischen Himmelpfort an (Wir berichteten im Vorfeld). 18 Kinder der Klasse 2a der drei Seen Grundschule in Fürstenberg und Anwohner bereiteten ihm einen frenetischen Empfang. Bei der ersten Frage der Anwesenden des Spektakels ging es nicht um Wünsche oder Geschenke, sondern, ob er demnächst etwa mit einem Elektroauto von Tesla vorfährt. Weise und diplomatisch versiert, wie es alle Menschen von Väterchen Frost kennen und erwarten, sprach er: „Das ist in der Tat eine Überlegung wert. ABER! Vielleicht?, mal sehen, die Zeit wird es zeigen.“

 

Bitte, den Absender nicht vergessen!

Nun ging es sofort los: Bis Heiligabend beantwortet Santa Claus in dem wunderschönen Ort, eine gute Autostunde von Berlin entfernt, wieder Kinderbriefe aus aller Welt und feiert zugleich ein Jubiläum: Vor 35 Jahren schrieben ihm die ersten beiden Kinder aus Berlin und Sachsen nach Himmelpfort. Inzwischen bekommt er jedes Jahr so viele Wunschzettel, dass er in der Vorweihnachtszeit dort wohnt und ihn Kinder mit ihren Eltern, Großeltern oder Geschwistern vor Ort besuchen können. Sozusagen im Zeitalter von Smartphone, Facebook und Twitter das „direkte Gespräch mit Santa Claus“ führen.

 

Der Weihnachtsmann landet in Himmelpfort © Deutsche Post

 

Wer seine Wünsche via Post übermittelt, schreibt bitte an:

An den Weihnachtsmann

Weihnachtspostfiliale

16798 Himmelpfort

 

Der Weihnachtsmann landet in Himmelpfort © Deutsche Post

 

Die Sendungen sollten spätestens bis zum dritten Advent dort eingehen, damit die Antwort rechtzeitig vor dem Fest bei den Kindern eintrifft. Ganz wichtig ist, dass jedes Kind seinen Absender auf den Brief schreibt: Santa Claus ist der Weihnachtsmann und kein Hellseher.

 

Bisher sind bereits rund 6.000 Wunschzettel eingetroffen. Die Deutsche Post hat für die Beantwortung 20 Helferinnen engagiert. Den weitesten Weg hat in diesem Jahr bislang ein Schrieb aus Australien zurückgelegt – per Luftlinie eine Strecke von mehr als 14.000 Kilometern.

 

Die Wünsche der Kinder

Die jüngeren Kinder wünschen sich oft Gesellschaftsspiele, Bücher, Bausteine, Puppen, Fahrräder, Lastwagen, Geländeautos und Raumschiffe. Die etwas älteren Kinder möchten vor allem Spielkonsolen, Laptops, Smartphones und Tablet-Computer.

 

Die Weihnachtspostfiliale ist von Montag bis Sonntag geöffnet. Väterchen Frost und seine Helferinnen begrüßen ihre Gäste von Dienstag bis Sonntag zu folgenden Öffnungszeiten:

 

Montag bis Freitag: 9.30 bis 13 Uhr

und 13.30 bis 17 Uhr

Samstag und Sonntag: 11.00 bis 13 Uhr

und 13.30 bis 17 Uhr

Heiligabend: 9.00 bis 11 Uhr

Der Weihnachtspost-Sonderstempel

 

Alle Jahre wieder gibt es den begehrten Weihnachtsmann-Sonderstempel. Vom 14. November bis 24. Dezember 2019 können ihn sich Interessierte in Himmelpfort auf ihre Sendungen drucken lassen. Umfangreiche Stempelaufträge erfüllt die Deutsche Post AG, Sonderstempelstelle Berlin, Brief: 11508 Berlin, Fracht: Eresburgstr. 21, 12103 Berlin.

 

Umweltschutz ist Programm

Neben dem direkten Kontakt zu den Kindern liegt dem Weihnachtsmann auch der Umweltschutz am Herzen. Deshalb antwortet er auf Recyclingpapier und verschickt seine Briefe mit dem Klimaschutzprogramm GOGREEN der Deutschen Post. Dieses ermittelt und kompensiert die CO2-Belastungen, die beim Transport der Sendungen entstehen.

 

35 Jahre Freude für Kinder

Im Jahr 1984 – also vor 35 Jahren – schrieben zwei Kinder aus Sachsen und Berlin an den Weihnachtsmann nach Himmelpfort. Die damalige Postmitarbeiterin konnte diese Briefe nicht im aktuell 500 Einwohner zählenden Ort zustellen, wollte sie aber auch nicht mit dem Vermerk “Empfänger unbekannt” zurückschicken. Deshalb antwortete sie den Kindern selbst. Das sprach sich offensichtlich herum. Denn bis 1989 beantwortete sie mit anderen Postmitarbeitern zusammen jährlich rund 75 Briefe.

 

Nach 1990 nahm die Anzahl der Wunschzettel erheblich zu: Bald gingen in der Vorweihnachtszeit täglich 1.000 – manchmal bis zu 2.000 – Schriebe ein. Diese Mengen konnten die Postmitarbeiter vor Ort nicht mehr bewältigen. Deshalb engagierte die Deutsche Post 1995 erstmals zwei “Weihnachtsmannhelfer”. Inzwischen sind es 20 Helferinnen. Denn über die Jahre kamen stetig mehr Wunschzettel.

 

Aus 64 Ländern

Im Vorjahr trafen in der brandenburgischen Idylle rund 277.200 Briefe aus aller Welt ein, davon 10.300 aus 64 Ländern. Die meisten davon kamen aus Taiwan, gefolgt von Polen, Russland, Hong Kong und Italien. In der Saison 2018 haben mehr als 20.700 Gäste den Weihnachtsmann in Himmelpfort besucht und quasi ihre Wunschzettel persönlich überreicht. Sicher auch mit dem Ansinnen, sicher ist sicher! Aber, der Alte Gesell lässt sich nicht beirren, behandelt jeden Wunsch gleich. So ist er eben – der Weihnachtsmann.

 

Mehrsprachig und in Blindenschrift

Der Weihnachtsmann und seine 20 Helferinnen antworten übrigens nicht nur in verschiedenen Sprachen, sondern auch in Blindenschrift. Viele polnische Kinder sind jährlich bei diesem Kinder-Event dabei. Im wundervollen Bukowina Tatrzanka in der Hohen Tatra, unweit vom Nobelort Zakopane, dem St. Moritz von Polen, trafen sich auch dieses Jahr polnische Mädchen und Jungen und besprachen ihre „Taktik“ in Sachen Weihnachtsmann. Sie weilten auf der Głodówka in Bukowina, von wo jeder Gast einen der schönsten Ausblicke auf die Tatra genießt. Die Anlage wird von der polnischen Pfadfinderstiftung “Głodówka Shelter” bewirtet. Viele Generationen von Pfadfindern schwärmen noch Jahrzehnte später von diesem beinahe göttlichen Ort. Pfadfinder und Kinder, das passt zusammen. Auf dem Hostel tummeln sich ganzjährig Kinder und kommen wie eh und je auf (meist) verrückte Ideen. Heuer eben die Geschichte mit dem Weihnachtsmann von der Post im brandenburgischen Himmelpfort… Klasse!

 

Vom Głodówka Hostel genießt der Gast einen der schönsten Ausblicke auf die Tatra. Die Anlage wird von der polnischen Pfadfinderstiftung “Głodówka Shelter” bewirtet. Viele Generationen von Pfadfindern schwärmen noch Jahrzehnte später von diesem wunderschönen Ort. Pfadfinder und Kinder, das passt zusammen. Auf der Glowowka tummeln sich ganzjährig Mädchen und Jungen und kommen wie eh und je verrückte Dinge aus. Heuer eben die Geschichte mit dem Weihnachtsmann von der Post im brandenburgischen Himmelpfort… Klasse!

 

Die Antwortbriefe des Weihnachtsmanns werden täglich zum relativ nahen Briefzentrum nach Henningsdorf (bei Berlin) gebracht, sortiert und von dort in alle Regionen Deutschlands und in die ganze Welt weiter geschickt. Der Postbote bringt den Kindern dann die Antworten des Weihnachtsmanns nach Hause…

 

Text: Erwin Halentz/Deutsche Post, 14.11.2019, Foto: Der Weihnachtsmann kommt © Deutsche Post