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Reifen von E-Fahrzeugen halten länger als gedacht

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Nokian Tyres testete entsprechende Produkte

Nürnberg– Eine allgemeine Wahrnehmung unter Autofahrern ist, dass sich Reifen von E-Fahrzeugen zu schnell abnutzen– doch das Gegenteil ist der Fall. Sie nutzen sich meist langsamer ab als solche, die auf Autos mit Verbrennungsmotoren montiert sind.

 

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© Nokian Tyres

 

Die relevantesten Kriterien bei der Reifenwahl für ein Hybrid- oder Elektro-Fahrzeug sind in der Regel Sicherheit, geringer Rollwiderstand und Geräuscharmut. Der wichtigste Faktor ist die Sicherheit. „Wenn Autofahrer viel im Winter und noch dazu auf schlecht gewarteten Straßen unterwegs sind, empfehlen wir den Kauf eines expliziten Winterreifensatzes. Diese Investition in die Fahrsicherheit ist es absolut wert“, sagt Mikko Liukkula, Entwicklungsmanager beim finnischen Reifenhersteller Nokian Tyres.

 

Weniger als einen Millimeter Profilverlust

Der Experte bekräftigt, dass eine allgemeine Wahrnehmung in Bezug auf Elektrofahrzeug-Reifen nicht zutreffend sei. Auch wenn E-Fahrzeuge über eine hohe Leistung und ein hohes Drehmoment verfügten, sind sie im Bereich Reifen nicht besonders anspruchsvoll – eher im Gegenteil.

 

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© Nokian Tyres

 

Reifen eines modernen E-Fahrzeugs nutzten sich wesentlich langsamer ab als bei einem Wagen mit traditionellem Verbrennungsmotor. Das liege in der guten Traktionskontrolle begründet. Die Fahrassistenzsysteme reduzierten Schlupf dank der schnellen Leistungsanpassung des Elektromotors. Diese Systematik reagiere viel schneller als bei Verbrennern, bei denen sie auf dem Bremsvorgang und dem Begrenzen der Motorendrehzahl basiere.“ Liukkula: „Die Fahrt über 12.000 Kilometer mit meinem Tesla im vergangenen Winter hat mich weniger als einen Millimeter Profiltiefe an den Winterreifen gekostet.“

 

Die Finnen greifen bei ihren Reifentests auf unterschiedliche E-Fahrzeuge zurück, wodurch das Unternehmen einen umfangreichen Erfahrungsschatz in Hinblick auf die Reifeneignung für unterschiedliche Fahrzeugtypen aufbaut. Die Reifen würden auch auf elektrischen Taxis getestet.

 

Rotieren der Reifen zahlt sich aus

Martin Dražik, Produktmanager bei Nokian Tyres CE, weist darauf hin, im Winter besonders auf die Abnutzung des Reifens sowie den Reifenluftdruck zu achten. Derartige Kontrollen wirken sich positiv auf die Lebensdauer der Reifen aus. Wenn das Fahrzeug keinen Allrad-Antrieb hat, sollten Autofahrer besondere Aufmerksamkeit auf die Unterschiede zwischen den Reifen am Antriebsstrang und den frei laufenden Reifen legen.

 

Reifen an der Antriebsachse können sich bis zu zwei Mal schneller abnutzen als die frei laufenden. Eine gute Faustregel hierfür ist: Reifen ab einem Profiltiefen unterschied von mehr als zwei Millimetern rotieren. Einmal pro Wintersaison sollte in der Regel ausreichend sein.

 

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© Nokian Tyres

 

Bei der Reifenwahl für E-Fahrzeuge ist zu achten:

Fahrsicherheit:

Am wichtigsten ist die Berücksichtigung der jeweiligen Fahrbedingungen – danach sollten Reifen ausgewählt werden.

 

Niedriger Rollwiderstand:

Je niedriger der Rollwiderstand, desto mehr Reichweite.

 

Geräuscharmut:

Die Wahl geräuscharmer Reifen für leise E-Fahrzeuge verbessert den Fahrkomfort.

 

Winterreifen oder Allwetterreifen:

Winterreifen bieten herausragenden Grip bei winterlichen Bedingungen.

 

Text: Erwin Halentz/Nokian Tyres, 18.11.2019, Foto & © Nokian Tyres