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Augsburg- nach tödliche Attacke nun zwei Festnahmen

Veröffentlicht von A.H.

Nach Attacke am Kö: Polizei nimmt Verdächtige fest, dritter stellt sich

Ein 49-jähriger Passant wird niedergeschlagen und stirbt am Tatort. Der Haupttäter im Fall des getöteten Feuerwehrmannes in Augsburg ist festgenommen worden. Das teilte das bayerische Innenministerium am Sonntag mit.

Auch ein Mittäter sei verhaftet worden. Die jungen Männer stehen in dringendem Verdacht, am Freitagabend am Angriff auf den 49-jährigen Feuerwehrmann beteiligt gewesen zu sein.

Bei dem mutmaßlichen Haupttäter handelt es sich nach Angaben des Innenministeriums um einen in Augsburg geborenen 17-Jährigen mit deutscher, türkischer und libanesischer Staatsangehörigkeit. Auch der zweite Festgenommene ist 17 Jahre alt und in Augsburg geboren, ist aber Italiener.. Er besitzt eine südeuropäische Staatsbürgerschaft. Die Ermittlungen zum Rest der siebenköpfigen Gruppe laufen weiter.

Innenminister Joachim Herrmann (63, CSU) hat sich zum Ermittlungserfolg geäußert: „Der schreckliche Angriff hat viele Menschen in Augsburg und weit darüber hinaus erschüttert. Umso wichtiger war der schnelle Fahndungserfolg der Augsburger Kriminalpolizei.“ Die Polizei hatte darauf verzichtet, mit einer Täterbeschreibung an die Öffentlichkeit zu gehen – „aus ermittlungstaktischen Gründen“. Die Ermittler verzichteten außerdem darauf, mit sichergestelltem Bild- und Video-Material an die Öffentlichkeit zu gehen.

 

 

Videoüberwachung führt zu Fahndungserfolg

Der Königsplatz ist seit Anfang des Jahres videoüberwacht. Einerseits kann man so im Nachhinein Filme etwaiger Straftaten sichern, andererseits ist die Polizei auch schnell vor Ort, wenn ein Beamter beobachtet, dass sich etwas zusammenbraut. Auch am Freitagabend leisteten Polizisten dem am Boden liegenden, schwer verletzten und stark blutenden Opfer bis zum Eintreffen des Notarztes sofort erste Hilfe. Doch trotz umgehender Wiederbelebungsmaßnahmen starb der 49-Jährige gegen 23.30 Uhr noch vor Ort im Rettungswagen. Seine Frau war anschließend nicht vernehmungsfähig.
Am Sonntagmorgen versammelten sich am Tatort Dutzende Feuerwehrleute, um den verstorbenen Kameraden zu betrauern und einen Kranz niederzulegen. Oberbürgermeister Kurt Gribl meldet sich auf dem Facebookaccount der Stadt zu dem Geschehen zu Wort: „Trauer macht mein Herz schwer. Augsburg ist Schauplatz einer folgenschweren Gewalttat geworden (…) Die Gewalttat ist bestürzend und macht fassungslos. Unser aller Mitgefühl gehört den Hinterbliebenen des Verstorbenen, seinen Freunden und Kollegen bei der Stadt Augsburg, insbesondere den Kameradinnen und Kameraden bei der Berufsfeuerwehr. Ich danke allen, die jetzt solidarisch Haltung zeigen und sich zu Gewaltfreiheit und unseren Werten bekennen.“ Im bayerischen Fernsehen äußerte sich am Sonntag Bundesinnenminister Horst Seehofer zu der tödlichen Attacke: „Was mich wirklich aufgewühlt hat ist, dass in Augsburg ein friedfertiger Bürger totgeschlagen wurde, schlichtweg totgeschlagen wurde. So etwas wühlt mich auf.“ Bayerns Innenminister Joachim Herrmann lobte gestern Nachmittag den schnellen Ermittlungserfolg der Augsburger Kripo: „Der schreckliche Angriff hat viele Menschen in Augsburg und weit darüber hinaus erschüttert. Umso wichtiger war der schnelle Fahndungserfolg der Augsburger Kriminalpolizei.“

 

Am Sonntag kamen rund 150 Feuerwehrleute zu einer Gedenkveranstaltung in der Stadt zusammen, um ihres Kollegen zu gedenken.

 

dpa, 08.12.2019, Foto: Feuerwehrleute haben sich zum Gedenken an ihren Kollegen am Königsplatz versammelt, © Stefan Puchner / dpa