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Guaidó als Überraschungsgast bei Trumps Rede zur Lage der Nation

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US-Präsident sagt Ende der: Tyrannei- Maduros in Venezuela voraus

Der venezolanische Oppositionsführer Juan Guaidó ist als Überraschungsgast bei der Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump im Kongress in Washington erschienen. Trump begrüßte Guaidó am Dienstagabend (Ortszeit) während seiner Rede. Dabei bezeichnete der US-Präsident den linksgerichteten venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro als “illegitimen Herrscher” und “Tyrannen”, der das eigene Volk unterdrücke. Maduros “Tyrannei” werde “zerschmettert” werden, sagte Trump voraus.

Guaidó wird in seinem erbitterten Machtkampf mit Maduro von der US-Regierung unterstützt. Der Parlamentsvorsitzende hatte sich vor einem Jahr selbst zum Übergangspräsidenten des südamerikanischen Krisenstaates erklärt. Die USA gehörten zu den ersten Ländern, die Guaidó anerkannten. Maduro hält sich aber trotz starken internationalen Drucks weiter an der Macht.

Trump hielt vor Abgeordneten und Senatoren seine jährliche “State of the Union”-Rede. Die Auswahl der Gäste ist dabei immer ein wichtiges politisches Signal. In diesem Jahr lud der Präsident auch einen Grenzbeamten ein, die Schwester eines von einem illegalen Einwanderer ermordeten Mannes und den früheren Polizeichef der venezolanischen Hauptstadt Caracas, Iván Simonovis. Dieser saß in seiner Heimat jahrelang in Haft und galt als politischer Gefangener.

 

AFP, 05.02.2020, Foto: Venezuelas Oppositionschef Juan Guaidó im US-Kongress © AFP / MANDEL NGAN