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Merkel verurteilt Gift des Rassismus in der Gesellschaft

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Bundeskanzlerin: Wir stellen uns denen, die versuchen, in Deutschland zu spalten, mit aller Kraft entgegen

Berlin- Nach der Bluttat von Hanau hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Rassismus als „Gift“ in der Gesellschaft bezeichnet. „Rassismus ist ein Gift, der Hass ist ein Gift. Und dieses Gift existiert in unserer Gesellschaft und es ist Schuld an schon viel zu vielen Verbrechen“, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin. Sie nannte die „Untaten des NSU“, den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und die Morde von Halle als Beispiele.

Die Bundesregierung und alle staatlichen Institutionen stünden für die „Rechte und Würde eines jeden Menschen in unserem Land“, fügte Merkel hinzu. „Wir unterscheiden Bürger nicht nach Herkunft oder Religion. Wir stellen uns denen, die versuchen in Deutschland zu spalten, mit aller Kraft und Entschiedenheit entgegen.“

Zu der Tat von Hanau mit insgesamt elf Toten sagte Merkel, derzeit deute „vieles darauf hin, dass der Täter aus rechtsextremistischen, rassistischen Motiven gehandelt hat“. Für eine abschließende Bewertung sei es aber noch zu früh. Es werde alles unternommen, um die Hintergründe „dieser entsetzlichen Mordtat bis ins letzte aufzuklären“, sagte die Kanzlerin.

 

AFP, 20.02.2020, Foto: Merkel verurteilt „Gift“ des Rassismus © AFP / Tobias SCHWARZ