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Merz hält längere Lebensarbeitszeit für notwendig

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CDU-Vorsitzkandidat stellt zudem: doppelte Haltelinie bei der Rente infrage

Berlin- Der CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz hat sich angesichts der demografischen Entwicklung für eine längere Lebensarbeitszeit ausgesprochen. „Für die Zukunft muss das Verhältnis zwischen Arbeitszeit und Ruhestand noch einmal neu justiert werden“, sagte Merz der neuen Ausgabe des Magazins „Spiegel“. Die Generationengerechtigkeit sei für ihn die neue soziale Frage, betonte er. „Wir verschieben zu große Lasten der Gegenwart auf die Schultern der nächsten Generation.“ Das müsse die CDU bald ändern.

Merz stellte zudem einen Kernpunkt der schwarz-roten Rentenpolitik infrage, die sogenannte doppelte Haltelinie. Man werde „den Rentenversicherungsbeitrag nicht bei 20 Prozent und das Rentenniveau gleichzeitig bei 48 Prozent halten können“, sagte der frühere Unionsfraktionsvorsitzende. „Es sei denn, wir erhöhen den Bundeszuschuss auf 200 bis 250 Milliarden Euro.“ Dann handele es sich aber nicht mehr um eine beitragsbezogene Rente.

Merz tritt auf dem CDU-Sonderparteitag am 25. April als Kandidat für die Nachfolge von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer an. Weitere Kandidaten sind der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und der frühere Bundesumweltminister Norbert Röttgen.

 

AFP, 28.02.2020, Foto: CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz © AFP/Archiv / Odd ANDERSEN