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Spanische Regierung will Ausgangssperre bis 11. April verlängern

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Spanien verlängert Ausgangssperre

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die spanische Regierung die im ganzen Land geltende Ausgangssperre bis zum 11. April verlängern.

Dies kündigte am Sonntag Ministerpräsident Pedro Sánchez an. Die 46 Millionen Einwohner Spaniens dürfen seit dem 14. März ihr Zuhause nur verlassen, um zur Arbeit zu gelangen, Einkäufe zu erledigen, Medikamente zu besorgen oder mit dem Hund Gassi zu gehen.

Sánchez erklärte, er werde das Parlament um eine Verlängerung der zunächst für 15 Tage geltenden Ausgangssperre um zwei weitere Wochen bitten. Damit würde diese bis zum 11. April gelten.

Spanien ist nach Italien das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land Europas. Allein zwischen Samstag und Sonntag starben nach Angaben der Regierung in Madrid fast 400 Menschen an den Folgen ihrer Coronavirus-Infektion. Dies entspricht einem Anstieg um 30 Prozent im Vergleich zum Vortag. Insgesamt sind damit in Spanien bereits 1720 Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Die Zahl der Infizierten lag am Sonntag bei 28.572.

Am Samstagabend hatte Sánchez sein Land auf „sehr harte Tage“ eingestimmt. „Das Schlimmste kommt noch“, sagte der Regierungschef bei einer Fernsehansprache. Das Land stehe vor der größten Herausforderung seit dem Spanischen Bürgerkrieg (1936 bis 1939).

Bereits jetzt werden knapp 1800 Menschen in Spanien wegen ihrer Coronavirus-Infektionen auf Intensivstationen behandelt. Viele Spanier befürchten deshalb einen Kollaps des Gesundheitssystems. Bei etwa zehn Prozent der nachgewiesenen Infizierten in Spanien handelt es sich laut dem Gesundheitsministerium um Mitarbeiter im Gesundheitswesen.

 

AFP, 22.03.2020, Foto: Madrid richtet Not-Krankenhaus ein © COMUNIDAD DE MADRID/AFP / –

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