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Hat Westeuropa die Coronavirus-Pandemie überwunden?

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WHO betrachtet die Lage in der Coronakrise in Europa als stabil

Westeuropa könnte nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei der Coronavirus-Ausbreitung über den Berg sein. “Bei den Epidemien in Westeuropa sehen wir Stabilität oder einen absteigenden Trend”, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesuseine in Genf. Bei der Aufhebung von Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen, die die Ausbreitung des Virus erfolgreich verlangsamt hätten, sei aber Vorsicht geboten, warnte er.

Infektionen früh entdecken

Epidemien könnten leicht wieder aufflammen. Deshalb müssten neue Infektionen weiter unbedingt früh entdeckt, Infizierte isoliert und mit Infizierten in Kontakt gekommene Menschen weiter unter Quarantäne gestellt werden. In Deutschland und anderen Ländern Europas waren zuletzt bestimmte Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Pandemie gelockert oder aufgehoben worden.

Fehlende Hygieneregeln

Die Lage in Osteuropa, in Afrika, Zentral- und Südamerika hingegen bezeichnete Tedros als besorgniserregend: “Die meisten Länder sind bei der Epidemie weiterhin im frühen Stadium.” Zwar hätten Dreiviertel aller Länder Pläne entwickelt, wie sie mit einem Ausbruch umgingen. Aber nur weniger als die Hälfte habe Pläne für die Verhinderung weiterer Ansteckungen und adäquate Hygienevorschriften oder Informationskampagnen. In einigen Ländern, die früh betroffen waren, verbreite sich das Virus wieder.

“Keine Frage: Es liegt noch ein langer Weg vor uns. Das Virus wird uns noch eine lange Zeit beschäftigen”, prognostizierte Tedros. Die WHO hat weltweit rund 2,5 Millionen Fälle der Lungenkrankheit COVID-19 erfasst. Rund 160.000 infizierte Menschen starben.

 

dpa, 23.01.2020, Foto: WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus © dpa