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Maas- weltweite Reisewarnung wurde bis zu 14. Juni verlängert

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Außenminister Heiko Maas bleibt bei den Reiseempfehlungen ins Ausland hart

Berlin- Die Bundesregierung hat die bisher bis zum 3. Mai bestehende weltweite Reisewarnung für Touristen bis zum 14. Juni verlängert.

Er verwies auf die Ausgangsbeschränkungen, die Einreisesperren und die Einschränkungen des Flugverkehrs. „Selbst wenn es in einigen Ländern Lockerungen gibt, (…) muss man davon ausgehen, dass es noch Wochen dauern wird, bis sich die Dinge sowohl bei uns als auch in anderen Ländern normalisieren.“

Bundesaußenminister Heiko Maas schließt Vereinbarungen zwischen einzelnen europäischen Ländern zur Ermöglichung eines grenzüberschreitenden Sommerurlaubs nicht aus. Eine gesamteuropäische Lösung sei zwar wünschenswert. “Aber es ist auch nicht auszuschließen, aufgrund der unterschiedlichen Verläufe der Pandemiebekämpfung in den einzelnen Staaten, dass es auch zu Differenzierungen kommen wird”, sagte er. “Aber auch das werden wir erst in den nächsten Wochen sehen.”

Die österreichische Regierung hat Grenzöffnungen zwischen einzelnen EU-Ländern für Sommerurlauber vorgeschlagen. Das Alpenland zählt neben Italien, Spanien, der Türkei und Griechenland zu den fünf beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen im Ausland. In Österreich sollen die wegen der Corona-Pandemie geschlossen Hotels bereits Ende Mai wieder öffnen.

Maas hoffe darauf, dass die Reisewarnung nach dem 14. Juni aufgehoben werden könne. “Das kann aber niemand versprechen.” Maas hatte am 17. März die Reisewarnung für alle touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen – ein beispielloser Schritt. Bisher gab es solche Warnungen nur bei einer Gefahr für Leib und Leben, vor allem für Kriegsgebiete wie Afghanistan oder Syrien. Eine Reisewarnung ermöglicht eine kostenlose Stornierung von bereits gebuchten Reisen.

 

dpa/psm, 30.04.2020, Foto: Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD © AFP/Archiv / Tobias SCHWARZ