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Lobinger erhofft sich mehr Einfluss der Sportpsychologie

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Lobinger wünscht größeren Einfluss der Sportpsychologen im Fußball

Köln- Sportpsychologin Babett Lobinger von der Deutschen Sporthochschule Köln hofft, dass der Einfluss der Psychologen in der Fußball-Bundesliga wächst, und die der Mentaltrainer abnimmt. “Es ist für uns oftmals eine Herausforderung deutlich zu machen, dass Mentaltrainer, die eine einzelne Methode propagieren, oder auch vielleicht sich selbst mit ihren Charaktereigenschaften und Erfahrungen in den Vordergrund stellen, nicht das sind, was wir unter seriöser Sportpsychologie verstehen”, sagte die 53-jährige dem Sport-Informations-Dienst (SID).

“Uns geht es darum, die Erkenntnisse der Sportpsychologie einzubringen. Das bedeutet eine Langfristigkeit, das bedeutet auch, nicht nur auf der Bühne zu arbeiten und sich zu überlegen, ‘wird die Mannschaft jetzt besser, wenn ich alle mal über glühende Kohlen laufen lasse, und ihnen damit zeige, ich kann was'”, so die Psychologin. Mentaltrainer seien oft nur auf kurzfristige Erfolge aus, während Psychologen die längerfristige mentale Stabilität im Blick hätten.

Zwar seien vor allem in der Jugendarbeit schon viele Sportpsychologen im Einsatz, Lobinger fehle es aber an Aufmerksamkeit für deren Arbeit. “Es gibt seit April 2018 Sportpsychologen in den Nachwuchsleistungszentren der Fußball-Vereine, wo sehr viele Kollegen und Kolleginnen arbeiten und eine gute Arbeit machen. Und ich würde mir wünschen, dass deren Stimme eben auch gehört wird.”

 

SID, 08.05.2020, Foto: Lobinger erhofft sich mehr Einfluss der Sportpsychologie © FIRO/SID /