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Hamburg- Wunderland öffnet- mit 600 Verkehrsschilder für Besucher

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WuStVO? Nie gehört!- Wunderland öffnet nach Shut-Down mit kreativer Idee

Hamburg- Das Miniatur Wunderland in Hamburg ist die größte Modelleisenbahnanlage der Welt. Miniatur Wunderland öffnet ab 20. Mai 2020 wieder, allerdings mit starker Besucherbegrenzung!

 

WuStVO? Nie gehört! - Wunderland öffnet nach Shut-Down mit kreativer Idee

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ÜBER DIE ANLAGEFLÄCHE

Miniatur Wunderland 7.000 m²

Modellfläche 1.499 m²

Welten 9

 

DIE GESCHICHTE

Die Anfänge: Alles begann im Juli 2000. Frederik, zu Besuch bei Freunden, schlenderte durch die Gassen Zürichs und stieß dabei auf ein Modellbahngeschäft, welches Kindheitserinnerungen aufleben ließ. Inspi-riert von diesen Eindrücken, reifte in den darauffol-genden Stunden die Idee, einen vergessen geglaub-ten Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Noch am selben Tag rief er seinen Zwillingsbruder Gerrit an und überrumpelte ihn mit folgender Aussage: „Wir bauen die größte Modelleisenbahn der Welt.“ Gerrit, von Natur aus eher rational und analytisch, zweifelte anfangs an Frederiks Geisteszustand und der Ernsthaftigkeit dieser Idee. Frederik, von Natur aus hartnäckig und sehr euphorisch, ließ sich davon nicht abbringen. Nach weiteren sechs Anrufen begann auch Gerrit die Idee ernsthaft zu beleuchten. Der Gedanke, mit seinem einstigen Hobby seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, begeisterte ihn ebenfalls. Im Gegensatz zu Frederik war er anfangs jedoch ein bisschen kühler und vertraute mehr auf Zahlen als auf Emotionen.

 

Auch das Umfeld der beiden Brüder stand der Idee sehr kritisch gegenüber. „Fast allen, denen wir von unserer Idee erzählten, erklärten uns für verrückte, weltfremde Träumer“, beschreibt Frederik Braun die Stimmung von damals. Bruder Gerrit fügt hinzu: „Wahrscheinlich hätten wir zu dieser Zeit mehr Zustimmung für den Bau von Transportzeppelinen, einer Tamagotchi-Ausstellung oder eines neuen Faxgerätes bekommen. Das Bauen von Modelleisenbahnen galt lange Zeit als antiquiertes Hobby von Eigenbrötlern.“

 

Daher stand von Anfang an fest, dass der Umgang mit Modelleisenbahnen quasi neu erfunden wer-den musste. Eine erste Umfrage, in der nach 45 teils fiktiven Attraktionen in Hamburg gefragt wurde, brachte ans Licht, dass die größte Modelleisenbahn der Welt bei den Männern ganz vorne und bei den Frauen auf dem allerletzten Platz landete. Und so reifte die Grundidee des Wunderlandes. Es sollte keine Anlage hinter Glasscheiben entstehen, sondern eine liebevoll gestaltete Modellwelt, in der Züge nur eines von vielen Highlights sind. „Unser Wunsch war es, eine Welt zu bauen, die glei-chermaßen Männer, Frauen und Kinder zum Träumen und Staunen animiert“, erklärt Gerrit Braun.

 

Gemeinsam mit ihrem Vater Jochen Braun und ihrem langjährigen Partner Stephan Hertz wurde das Miniatur Wunderland gegründet. Die Standortwahl fiel auf die Speicherstadt, damals noch durch einen Zollzaun vom Rest der Stadt getrennt. Die künstlerische bzw. modellbauerische Leitung über-nahm Gerhard Dauscher, der Hamburg gegen Bayern eintauschte.

 

Das ursprüngliche Konzept sah vor, dass die Anlage von 20 Mitarbeitern gebaut und betreut wird, 100.000 Besucher jedes Jahr die Ausstellung besuchen und ein Kredit über 2.000.000 Mark locker für den Ausbau reicht. Aus 20 Mitarbeitern wurden allerdings 40 bis zur Eröffnung am 16. August 2001 und auch der Bau war deutlich kostenintensiver als geplant.

 

Verkalkuliert auf ganzer Linie. Auch aus den erträumten 100.000 Besuchern im ersten Jahr wurden 300.000. Der Startschuss eines Märchens. Und es gibt kein Halten mehr. In den vergangenen beiden Jahren haben jeweils rund 1,4 Millionen Besucher die weltgrößte Modelleisenbahnanlage und eine der erfolgreichsten Ausstellungen Europas besucht.

 

 

Miniatur Wunderland Hamburg, 18.05.2020, Foto & © Screenshot Video WuStVO? Nie gehört! -- Wunderland öffnet nach Shut-Down mit kreativer Idee