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Kommission plant Wiederaufbaufonds von 750 Milliarden Euro

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Von der Leyen will ihre Pläne am Nachmittag präsentieren

Brüssel- Die EU-Kommission plant in der Corona-Krise einen Wiederaufbaufonds von rund 750 Milliarden Euro. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus EU-Kreisen erfuhr, wurde dieser Vorschlag am Mittwochvormittag bei der wöchentlichen Kommissionssitzung diskutiert. Demnach sollen 500 Milliarden Euro als Zuschüsse an besonders von der Pandemie betroffene Länder fließen und 250 Milliarden Euro als Kredite. Eine endgültige Entscheidung der Kommission stand den Angaben zufolge noch aus. Die Zahlen könnten sich auch noch etwas verändern, hieß es.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen will die Pläne am Nachmittag (13.30 Uhr) bei einer Sondersitzung des EU-Parlaments präsentieren. Der Wiederaufbauplan soll den Mitgliedstaaten helfen, die schwerste Rezession in der Geschichte der EU schnell zu überwinden.

Die EU-Kommission will dazu neben Krediten auch Zuschüsse ausgeben, die von den Empfängerländern nicht zurückgezahlt werden müssen. Dies soll Regierungen helfen, die weniger finanziellen Spielraum in ihren Haushalten haben, etwa in Italien. Dadurch soll auch ein wirtschaftliches Auseinanderdriften der Union verhindert werden.

 

AFP, 27.05.2020, Foto: EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen © AFP / Kenzo TRIBOUILLARD