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Spahn will Corona-App in kommenden Tagen präsentieren

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Neue Corona-App des Robert-Koch-Institut

Berlin- Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Corona-Warn-App in den kommenden Tagen vorstellen. In der Düsseldorfer “Rheinischen Post” vom Montag kündigte er zugleich an, dass die Bundesregierung in einer “breit angelegten Kampagne” bei den Bürgern für die Verwendung der App werben werde. Jeder, der die App auf sein Smartphone herunterlade, helfe bei der Eindämmung des Coronavirus, sagte er.

Die Nutzer können in die App eingeben, wenn sie sich mit dem Erreger infiziert haben. Andere Nutzer, die sich in der Nähe des Infizierten aufgehalten haben, werden dann informiert. Die Daten sollen anonymisiert und dezentral verarbeitet werden.

In Frankreich gibt es eine Corona-App bereits seit Ende Mai. Die Verzögerung bei der Einführung der deutschen App begründete Spahn mit den “hohen Anforderungen” an die Software. Sie solle auf allen Endgeräten genutzt werden können und strenge Vorgaben beim Datenschutz, der Datensicherheit und der Energieeffizienz erfüllen.

“Eine App, die in wenigen Stunden den Akku des Handys leer zieht, nutzt keiner”, sagte der Gesundheitsminister. Er wolle vermeiden, dass die App von vielen wieder gelöscht werde, weil sie zu viel Energie fresse.

Zur Verbreitung der App sagte Spahn, die Erwartungen dürften nicht zu hoch geschraubt werden: “Wenn wir in den kommenden Wochen einige Millionen Bürger von der App überzeugen, dann bin ich schon zufrieden.” Laut einer in der vergangenen Woche veröffentlichten ARD-Umfrage will deutlich weniger als die Hälfte der Bundesbürger die App nutzen. 42 Prozent der Teilnehmer kündigten an, sie wollten die App auf ihrem Handy verwenden.

 

AFP, 08.06.2020, Foto: Corona-App des Robert-Koch-Instituts © AFP/Archiv / Ina FASSBENDER