Berlin Demo,Berlin 01.08.2020, Berlin, ver.di

Anti Corona-Demo- ver.di zieht eine negative Bilanz

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So verliefen die Corona-Demos in der Hauptsadt

Berlin- ver.di kritisiert das Verhalten der Berliner Polizei und der Veranstalter der rechtsoffenen bis teilweise rechtsextremen Demonstration „Tag der Freiheit” scharf. Jörg Reichel, Landesgeschäftsführer der Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di Berlin-Brandenburg: „Die Veranstalter haben trotz mehrfacher Aufforderungen der Einsatzleitung der Berliner Polizei der Presse keinen freien Zugang in den Pressebereich der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni ermöglicht. Zudem wurde ein Pressefotograf von einem Sicherheitsmitarbeiter an der Bühne angegriffen und beleidigt – es wurde eine Anzeige erstattet.“

Nur angemeldete Journalisten wurden in den Pressebereich hineingelassen oder mussten sich unter Angabe des Mediums und des Namens registrieren lassen. In dem hinteren Bereich der Kundgebung wurden Pressefotografen und zwei TV-Filmteams, darunter die ZDF-Journalistin Dunja Hayali, während der Arbeit permanent beleidigt und bedroht. Auch am Rande der Demonstration durch die Stadt wurde nach den vorliegenden Berichten ein weiteres TV-Filmteam und viele Pressefotografen körperlich bedrängt und sogar versucht, den Mundschutz herunterzureißen. Berichterstattung war nur aus Distanz, aber keine Einzelinterviews möglich. Frei berichten konnten ausgewählte, genehmigte Berichterstatter und Medienpartner des Veranstalters, die im Wesentlichen der rechtsoffenen bis rechtsextremen Presse zuzuordnen sind.

Die Berliner Polizei entschied sich nach Einschätzung von ver.di etwa knapp eineinhalb Stunden vor Veranstaltungsbeginn, keinerlei Maßnahmen zu ergreifen, um die Pressefreiheit an der Bühne durchzusetzen und verwies formelhaft gegenüber einem Vertreter von ver.di auf den Pressesprecher der Berliner Polizei. Der Pressesprecher der Berliner Polizei erschien aber nicht auf der Kundgebung. Der ver.di-Vertreter traf den Pressesprecher am Reichstag an und bat um eine Ortsbegehung, die nach 10 Minuten vor Ort aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden musste.

dju-Landesgeschäftsführer Jörg Reichel stellt dazu fest: „Die Pressefreiheit bei der gesamten Kundgebung war ausgesetzt. Die Berliner Polizei vor Ort war nicht in der Lage, die Pressefreiheit zu schützen und geltendes Recht auf freien Zugang der Presse im Rahmen einer Kundgebung durchzusetzen. Die Veranstalter und Demonstranten haben der Polizei schlicht, auf der Nase herumgetanzt“. Zudem kritisiert Reichel auch, dass die Polizei auch nicht gegen Demonstranten mit verfassungsfeindlichen Symbolen vorgegangen ist, ganz zur Schweigen von den vorgeschriebenen Maßnahmen wie Mund-Nasen-Schutz und Abstand. Die Zahl der Beamten stand in keinem Verhältnis zur Zahl der Demonstranten.

 

ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaf, 04.08.2020, Foto:  Pressebereich der Kundgebung auf der Straße des 17. Juni am 01.08.2020 © PSM.Media

5 Kommentare

  1. Guten Tag;
    woher weiß man eigentlich immer so genau, daß fast ALLE, die demonstrieren, (wie in Berlin) immer RECHTE oder sogar RECHTE EXTREMISTEN sind?? Werden heute ALLE BÜRGER überwacht??? Oder ist es heute ganz automatisch so, dass NICHT GENEHME Bürger immer auch gleichzeitig verkappte “nationale SOZIALISTEN = Nazis” sind?? Ich glaube nicht, dass diese Leute “nationale SOZIALISTEN” oder gar INTERNATIONALE SOZIALISTEN sind??? Kürzlich war im WEB ein Bild von Herrn Ramelow vor einem Bild des Massenmörders Josef STALINS zu sehen. Gab es da einen Aufschrei der GUTMENSCHEN?? Ich habe weder etwas darüber gelesen noch gehört. Dafür wurde aber eine ganz legale Wahl eines FDPlers in Thüringen rückgängig gemacht, weil er die Unverschämtheit besaß, sich mit Stimmen von AfDlern wählen zu lassen. DEMOKRATIE nennt sich so etwas!!! Für mich höchstens noch GELENKTE Demokratie, denn da genügte dazu ein Pfiff aus Südafrika von der Dame Merkel. Kaum zu glauben, dass so ein Vorgang DEMOKRATISCH sein soll. Für mich und viele meiner Freunde/Bekannten jedenfalls nicht.
    Gruß, HMS

  2. Würden die Medien mal die Realität im Fernsehen zeigen, und sich ihre eigene Meinung bilden sowie in Radio und Fernsehen sowie Printmedien veröffentlichen, würde man sie sicherlich gerne reinlassen. Leider aber stellt sich wohl immer wieder heraus, dass sie sich nur die wenigen – ich nenne es jetzt mal negativen “auffälligen” Leute auf der Demo herauspicken (und solche Menschen, die sich daneben benehmen, oder ungepflegt aussehen oder auf Nazi tun gibt es überall….aber das ist die Minderheit!) und NUR deren Bilder oder Filmausschnitte veröffentlichen. Das ist dann das, was den mainstream-gierigen Zuschauern / Lesern präsentiert wird. Das hat Null mit Wahrheitsgehalt zu tun. Ich war selber bei der Kundgebung in Berlin am 01.08. dabei, welche in der Straße des 17.Juni geendet hat. Es war rundum ein harmonischer Umzug.

  3. Guten Tag,

    ich mache ihnen einen Vorschlag, sie kommen mit mir nächsten Mal auf eine Demo und sie zeigen mir die vielen Rechtsextremen. Was die Pressefreiheit anbelangt: Auf den Querdenker Demos waren zu Anfang alle Journalisten zugelassen. Nachdem aber ständig schlecht berichtet wurde und unter den Tausenden von Teilnehmern der einzig Dumme oder derjenige mit einer Reichsflagge gefunden wurde und der Bericht entsprechend geframed wurde, um alle Teilnehmer in ein schlechtes Licht zu rücken, hat sich der Veranstalter entschlossen, die YouTuber, die objektiv berichten, zu fördern und mit der Möglichkeit zu berichten, zu unterstützen. Wer gräbt sich schon gerne sein eigenes Grab.
    Jedoch ist jeder der Redner, welcher anwesend war, oder auch viele der Wissenschaftler, welche die Corona Maßnahmen kritisieren, bereit, ein Live Interview zu geben. Dies wäre doch mal echte Pressefreiheit.
    Ist schon seltsam, dass diejenigen die ihre Pressefreiheit dazu nutzen, um zu diffamieren und zu hetzen, sich jetzt beschweren, weil sie nicht zugelassen wurden.
    Desweiteren hat die Berliner Polizei bestätigt, dass die Veranstaltung friedlich war und es keinerlei Gewalttätigkeiten gab, im Gegensatz zu den Ausschreitungen der Antifa in Neuköln, welche zum gleichen Zeitpunkt stattfanden. Komisch, dass dies in der Presse nicht erwähnenswert war. Die Polizisten tun mir mittlerweile ehrlich gesagt leid, wenn man sehen muss, wie sie von der Politik verheizt werden.

    MfG

  4. Das Bild, das hier über der Headline verwendet wird, suggeriert Gewalt von Seiten der Veranstalter und Demonstranten. Dass diese Person, ein Helfer, aber von einem Polizisten grundlos zu Boden geschlagen wurde, wird verschwiegen.
    Kein Wunder, wenn der Presse kein Gehör, bzw. kein Glauben mehr geschnkt wird. Ihr solltet Euch alle in Grund und Boden schämen!

  5. Was hat denn die ver.di damit zu tun und was hat sie dort zu suchen?
    Ich bin aus der ver.di ausgetreten.
    Unter anderem weil sie sich den Kampf gegen Rechts verschrieben hat, anstatt für die Belange von Arbeitnehmern einzutreten. Unter anderem weil sie das Geld ihrer Mitglieder dafür benutzt am Kampf gegen Rechts teilzunehmen.
    Ich war ursprünglich ÖTV-Mitglied, bis ÖTV zusammen mit anderen ver.di wurde. Die ÖTV hatte damals von arbeitslos gewordenen Mitgliedern einen symbolischen Mitgliedsbeitrag von 1 DM verlangt. Anders die ver.di. Die schämen sich nicht, sogar von langzeitarbeitslos gewordenen Mitgliedern einen Mitgliedsbeitrag von ca. 5 € monatlich zu verlangen, ohne irgend etwas für diese Menschen zu tun. Sie haben sich noch nicht mal dafür eingesetzt, daß Menschen die nach Arbeitslosigkeit wieder in Arbeit kommen, den vorgeschriebenen Mindestlohn dann auch tatsächlich bekommen.
    Stattdessen bieten sie z. B. Seminare an, mit dem Titel: Stammtischkämpfer gegen Rechts.

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