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Hacker plündern Payback-Konten

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In NRW häuft sich die Zahl der Diebstähle von Payback-Punkten

Essen- Mittlerweile gibt es offenbar Tausende Geschädigte, denen Kriminelle ihre Payback-Konten leergeräumt haben, der Schaden geht in die Hunderttausende. Das berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, Samstagausgabe). Das Unternehmen kenne das Problem, schließe aber eine Sicherheitslücke im eigenen System aus. Deshalb wolle Payback die gestohlenen Punkte auch nicht ersetzen.

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat eine eigene Internetseite zu dem Phänomen eingerichtet. “Die Zahl der Fälle ist gestiegen, seit es Corona gibt”, räumte eine Payback-Sprecherin gegenüber der WAZ ein. In den vergangenen Monaten seien extrem viele Phishing-Mails im Netz unterwegs gewesen, mit denen Nutzer auf gefälschte Firmenseiten gelockt wurden, sagte die Sprecherin. Auch unsichere Passwörter würden Hackern die Arbeit erleichtern, warnen Experten.

Bei Payback will man die Sicherheitsmaßnahmen nun verschärfen. Unter anderem ziehe man – ähnlich wie beim Online-Banking – auch eine Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) in Erwägung, so die Sprecherin. Dann würden sich die Punkte nur einlösen lassen, wenn auch ein spezieller Code eingegeben wird, der unmittelbar zuvor auf das Smartphone des rechtmäßigen Kontoinhabers geschickt wurde.

 

Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 15.08.2020, Foto: Hacker plündern Payback-Konten (C) Stux