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Neuer Rekord bei Geldwäsche-Verdachtsfällen in Deutschland

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Jahresbericht der Financial Intelligence Unit

Die FIU hat 2019 exakt 114.914 Verdachtsmeldungen wegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung bekommen – meist von Banken. Aber auch Makler und Notare melden öfter

Berlin- Die Verdachtsfälle von Geldwäsche und Terrorfinanzierung in Deutschland sind auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Das geht aus dem neuen Jahresbericht für 2019 der Financial Intelligence Unit (FIU) hervor, der dem Tagesspiegel (Dienstag) vorab vorliegt. Nach der Aufstellung der zum Zollkriminalamt gehörenden Behörde erhöhte sich die Zahl der Meldungen gegenüber dem Vorjahr um fast 50 Prozent auf 114.914 Verdachtsfälle – darin enthalten sind insgesamt 355.000 verdächtige Transaktionen.

Seit Jahren gibt es zum Beispiel immer wieder Hinweise, dass gerade der Immobiliensektor ein Einfallstor auch für kriminelle Clans ist, um über den Kauf von Immobilien Gelder zu waschen. “Ein Problem für uns ist, dass die Verfolgungskultur bei Geldwäsche in Deutschland traditionell nicht hoch entwickelt ist”, sagte FIU-Chef Christof Schulte dem Tagesspiegel.

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Der Tagesspiegel, 18.08.2020, Foto: Systembild für: Neuer Rekord bei Geldwäsche-Verdachtsfällen in Deutschland © Kris