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Quarantäne-Verstöße- Gesundheitsämter in NRW drohen mit Kindesentzug

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NRW-Gesundheitsministerium bestätigt: Kindesentzug bei Verstößen gegen Quarantäne-Auflagen möglich

Entgegen der Aussage des Gesundheitsministeriums drohen auch Gesundheitsämter in NRW Eltern von Kindern, die unter Corona-Verdacht stehen, bei Verstößen gegen die Quarantäne-Anordnung mit Inobhutnahmen.

Bielefeld- Verstoßen Eltern, dessen Kinder unter Corona-Verdacht stehen, gegen die Quarantäne-Anordnungen der Gesundheitsämter, kann das nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums eine Inobhutnahme des Kindes rechtfertigen. Im Gespräch mit der in Bielefeld erscheinenden Neuen Westfälischen (Donnerstagausgabe) erklärte eine Sprecher: “Wenn eine Kindeswohlgefährdung durch Verstöße gegen die Quarantäne vorliegt, kann es zu einer Inobhutnahme durch das Jugendamt kommen.” Dabei hatte das Ministerium Anfang August noch erklärt, dass sich Eltern in NRW im Gegensatz zu Eltern in anderen Bundesländern keine Sorgen darüber machen müssen, dass bei Verstößen gegen Quarantäne-Anordnungen Kindesentzug droht.

Die Drohungen mit Kindesentzug sorgen bereits seit Anfang August für Entsetzen.

Neue Westfälische/ PSM.Media, 27.08.2020, Foto: Systembild Trotz anderer Behauptung: Amt in NRW droht Kindesentzug an/ Kindeswohlgefährdung © lisa runnels

2 Kommentare

  1. Dies kenne ich aus Geschichtsbüchern von den Nazis und aus der DDR Zeit als dies auch dort vorgenommen wurde da waren es politische Gründe jetzt erfolgt es getarnter

  2. Da fragt man sich wie das rechtens sein kann.
    Wo sind die entsprechenden Paragraphen?
    Normalerweise ist das Jugendamt dazu autorisiert, gefährdete Kinder in Obhut zu nehmen.
    Gefährdete Kinder.
    Die betroffenen Kinder sind aber nicht die Gefährdeten, sondern bestenfalls die andern Familienmitglieder.
    Und man hegt in diesen Fällen lediglich den Verdacht, daß sie dritte gefährdet sein könnten.
    Ob eine tatsächliche Gefährdung dritter vorliegt, ist nicht geklärt und nicht belegt.
    Diese Kinder befinden sich in Quarantäne, weil irgend eine Kontaktperson (Schul- oder Kitapersonal), zu der das Kind nicht mal Kontakt gehabt haben kann, wenn sich an die “Coronaregeln” gehalten wurde, positiv getestet worden ist.

    Warum bietet man in diesen Fällen keinen Test an, um Klarheit zu schaffen, wo doch andernorts ganze Schulklassen mitsamt den Familienangehörigen der Kinder zu Tests bestellt werden, weil irgend ein Lehrer positiv getestet wurde?

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