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Bus- und Straßenbahnfahrer können mit deutlich mehr Geld

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Mitarbeiter von Verkehrsbetriebe können sich über einen satten Tarifabschluss freuen

Berlin- Die Mitarbeiter von Verkehrsbetriebe können sich über einen satten Tarifabschluss freuen. Es sind mindestens 350 Euro pro Monat. Dafür müssen entweder die Ticketpreise steigen – oder der Steuerzahler springt ein. 

Tausende bei den kommunalen Verkehrsbetrieben beschäftigte Bus- und Straßenbahnfahrer können offenbar schon bald mit deutlich höheren Gehältern rechnen. Die bislang ergebnislos verlaufenen Tarifverhandlungen im öffentlichen Nahverkehr stehen nach Informationen der in Essen und Berlin  erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Freitagsausgabe) kurz vor dem Durchbruch.

Bei der dritten Tarifrunde, die am heutigen Freitag in Dortmund beginnt, werde allgemein eine Einigung zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Arbeitgeberseite erwartet, schreibt die WAZ unter Berufung auf Verhandlungskreise. Die beim Fahrpersonal ungeliebte Entgeltgruppe 5a soll demnach komplett gestrichen, Neueinstellungen im Fahrpersonal künftig nur noch in der nächst höheren Entgeltgruppe 5 erfolgen. Bestehende Verträge sollen möglichst in die deutlich besser dotierte Gehaltsgruppe übergeleitet werden. Für Bus- und Straßenbahnfahrer könne das ein Gehaltsplus von bis zu 380 Euro monatlich bedeuten.

Eine Einigung wird laut der Zeitung auch in der Frage der im kommunalen ÖPNV noch nicht erfolgten Übernahme des jüngsten Tarifabschlusses im öffentlichen Dienst erwartet. Die von Verdi geforderte Verständigung auf einen bundesweiten Rahmentarifvertrag für ÖPNV-Beschäftigte solle indes auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

Verdi und Vertreter der kommunalen Verkehrsbetriebe verhandeln in NRW und Berlin seit Monaten über einen neuen Tarifvertrag. Kommt es zu der erwarteten Einigung, wären weitere Warnstreiks im nordrhein-westfälischen Nahverkehr, und in Berlin vom Tisch.

Aus unserer Sicht, ist diese Erhöhung der falsche Zeitpunkt, auf Deutschland kommt eine Insolvenzwelle zu, Mehrbelastungen können sich dann viele Menschen nicht mehr leisten.

 

Westdeutsche Allgemeine Zeitung/ PSM.Media, 07.11.2020, Foto: Straßenbahnen in Berlin © Kai

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